18 Nov

Aufruf zu einer Woche der Solidarität mit Anarchist:innen und Antifaschist:innen in Belarus vom 23. bis 30. November

Anarchist:innen haben immer gegen Tyrannei und Diktatur gekämpft. Unabhängig von der Farbe der Flagge, die vom Autoritarismus über dieser oder jener Ecke des Planeten gehisst wird. Es ist daher nicht überraschend, dass Anarchist:innen aktiv am Aufstand gegen den Diktator Lukaschenko in Belarus beteiligt sind. Von den ersten Tagen an haben wir mit unserer Entschlossenheit und kompromisslosen Haltung gezeigt, dass der Anarchismus eine revolutionäre Bewegung ist, die in der Lage ist, die Welt zu verändern!

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17 Nov

Aufruf: Knäste zu Gemeinschaftsgärten und die Lager evakuieren!

Kundgebung am 20.11.2020 um 16 Uhr am Lager Bremer Straße 17 Uhr am Hammerweg (Fabricestr.)
Kommt mit Rädern, Rollis, fahrbaren Untersätzen!

Die Knäste müssen weg! Auch in Deutschland wird der soziale Friede abgesichert mit Gefängnismauern hinter denen Menschen weg gesperrt werden. Sie dienen nicht dem Schutz vor gefährlichen Straftäter*innen. Das Strafrecht, die Gerichte, die Polizei, die Staatsanwaltschaften, die Knäste sichern Ausbeutung und Unterdrückung. Sie dienen nicht der „Resozialisierung“: außerhalb der Gesellschaft werden Menschen nicht zu gesellschaftlichem Handeln erzogen. Knäste stigmatisieren, verletzen, erniedrigen und entmenschlichen.

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14 Nov

Aktivist:innen kommen und gehen und kommen wieder in den Knast in Belarus

Heute wurde Alexander Belov nach 30 Tagen Haft endlich freigelassen. Er wurde erneut verhaftet, nachdem er bereits 15 Tage verbracht und weitere 15 bekommen hatte. Er war in einem Kurzzeitgefängnis Okrestin in Minsk. Karina G. wurde heute ebenfalls aus dem Gefängnis Schodina entlassen. Sie wurde zusammen mit anderen Aktivist:innen am selben Abend verhaftet, als Alexander erneut verhaftet wurde.

Die anderen Freund:innen verbrachten unglücklicherweise ihre Zeit in Baranowitsche, und obwohl heute die 15 Tage vorbei sind, wurden sie direkt im Gefängnis erneut verhaftet.

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13 Nov

Unterstützt den Aufstand in Belarus – Crowdfunding Kampagne bei FireFund

Anarchist Black Cross Belarus

Seit über drei Monaten kämpfen die Menschen in Belarus gegen das autoritäre Regime.

In 26 Jahren hat Diktator Lukaschenko ein System aufgebaut, das auf die Unterdrückung jeglichen politischen Lebens abzielt. Das Coronavirus und eine Reihe von wirtschaftlichen Problemen haben das Geschehen im Land stark verändert. In wenigen Monaten haben die Menschen gelernt, sich selbst zu organisieren. Die Präsidentschaftswahlen lösten eine Welle des größten Protests in der Geschichte des Landes aus! Aber der Tyrann will seinen Thron nicht aufgeben. Mindestens 5 Menschen wurden getötet (einige starben unter ungeklärten Umständen). Tausende von Menschen wurden Opfer von Polizeigewalt. Mehr als 15.000 wurden festgenommen und in Verwaltungsverfahren verurteilt. Mehr als 500 Strafverfahren sind eingeleitet worden. Mindestens 200 Menschen warten in Untersuchungshaftanstalten auf ihren Prozess (darunter mindestens vier Anarchist:innen und vier Antifaschist:innenen).

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21 Okt

Solidaritea – Briefeschreibcafé, 30. Oktober 17 Uhr im Malobeo

Freitag, den 30. Oktober 2020, 17 Uhr im Malobeo, Kamenzerstr. 38

Knast basiert auf dem System der Bestrafung. Das bedeutet, das gesellschaftliche Probleme nicht ausgehandelt, sondern weggesperrt werden. Begriffe wie Resozialisierung werden zu einer Farce, wenn wir uns die Bedingungen in den Knästen anschauen. So ist die soziale Isolation von Freund:innen, Familie und Gesellschaft ein Aspekt des Knastalltags. Es gibt wenige Kommunikationswege und kaum Möglichkeiten, in den Austausch außerhalb der Knastmauern zu treten.

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20 Okt

Anarchist:innen in Belarus aus dem Knast entlassen und neue festgenommen!

Ein Kommen und Gehen in Okrestin, dem Gefängnis in Minsk, wo Menschen meist nur vorübergehend inhaftiert werden. Viele Menschen waren dort in den letzten zwei Monaten eingesperrt, zum Glück meist nur für kurze Zeit.

Wir berichteten vor zwei Wochen über die Festnahme mehrere Aktivist:innen aus der anarchistischen und ökologischen Bewegung.
Am 16. Oktober wurden Genja und Kostja von der Druckkooperative Listovka nach 15 Tagen Haft entlassen. Mit den beiden befand sich ein weiterer Aktivist der anarchistischen Szene in Okrestin, der am selben Tag festgenommen wurde, allerdings nicht in Zusammenhang mit der Kooperative steht. Er ist auch wieder frei.

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23 Aug

Text von Thomas Meyer-Falk zur Internationalen Woche der Solidarität für anarchistische Gefangene

Karikatur von Gunther Finneisen

Knäste sind Orte der Dunkelheit, der Finsternis, wirkliches Leben kann dort nicht gedeihen. Denn was ist das „wirkliches Leben“!? Es ist eines in Freiheit, eingebunden in freundschaftliche Beziehungen, sich selbst als Individuum erlebend. Weil wir selbst leben- und nicht gelebt werden.

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22 Aug

[Italien] O-Töne aus dem Knast von Andreas

übernommen vom ABC Wien

Wir dokumentieren hier einen Brief von Andreas Krebs aus dem Gefängnis in Neapel. Er lässt alle lieb grüssen und dankt für die Post, die finanzielle Unterstützung und die momentan von ihm als stark erlebte Solidarität. Es geht ihm sehr schlecht und er muss täglich Morhin nehmen.

Nach wie vor braucht Andreas auch viel Kohle für Medikamente und Nahrungsmittel. Er kann nur mehr Babynahrung zu sich nehmen, die eigens vom Gefängnis für ihn gekauft wird. Dann verkauft der Knast ihm zum dreifachen Preis die dringend benötigten Lebensmittel. Hätte Andreas keine finanziellen Mittel dafür, würde ihn die italienische Justiz schlicht verhungern lassen. Auch eine Form der Todesstrafe gegen eine nach wie vor nicht rechtskräftig verurteilte Person, die schwer krank ist. Wir haben es so satt diese zum Himmel stinkenden Zustände in den italienischen Knästen anzuprangern. Es ist eine Schande, wie Andreas jeden Tag misshandelt wird, und wir sind fucking wütend.

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13 Aug

Solidaritätsaktion mit dem Aufstand gegen das Lukaschenko-Regime – 14. August 17 Uhr Alaunpark

Seit fünf Tagen kämpfen die Menschen in Belarus gegen die 26 Jahre andauernde Diktatur in Belarus. Das Lukaschenkoregime hat ausgedient, die Menschen lassen sich ihre Unterdrückung und Ausbeutung nicht länger gefallen. Diesem Aufstand begegnet das Regime mit massiver Polizeigewalt, brutalen Übergriffen und Folter auf der Strasse und in den Knästen. Die Menschen lassen sich nicht einschüchtern, aber sie brauchen auch Solidarität.

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