23 Aug

Text von Thomas Meyer-Falk zur Internationalen Woche der Solidarität für anarchistische Gefangene

Karikatur von Gunther Finneisen

Knäste sind Orte der Dunkelheit, der Finsternis, wirkliches Leben kann dort nicht gedeihen. Denn was ist das „wirkliches Leben“!? Es ist eines in Freiheit, eingebunden in freundschaftliche Beziehungen, sich selbst als Individuum erlebend. Weil wir selbst leben- und nicht gelebt werden.

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22 Aug

[Italien] O-Töne aus dem Knast von Andreas

übernommen vom ABC Wien

Wir dokumentieren hier einen Brief von Andreas Krebs aus dem Gefängnis in Neapel. Er lässt alle lieb grüssen und dankt für die Post, die finanzielle Unterstützung und die momentan von ihm als stark erlebte Solidarität. Es geht ihm sehr schlecht und er muss täglich Morhin nehmen.

Nach wie vor braucht Andreas auch viel Kohle für Medikamente und Nahrungsmittel. Er kann nur mehr Babynahrung zu sich nehmen, die eigens vom Gefängnis für ihn gekauft wird. Dann verkauft der Knast ihm zum dreifachen Preis die dringend benötigten Lebensmittel. Hätte Andreas keine finanziellen Mittel dafür, würde ihn die italienische Justiz schlicht verhungern lassen. Auch eine Form der Todesstrafe gegen eine nach wie vor nicht rechtskräftig verurteilte Person, die schwer krank ist. Wir haben es so satt diese zum Himmel stinkenden Zustände in den italienischen Knästen anzuprangern. Es ist eine Schande, wie Andreas jeden Tag misshandelt wird, und wir sind fucking wütend.

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13 Aug

Solidaritätsaktion mit dem Aufstand gegen das Lukaschenko-Regime – 14. August 17 Uhr Alaunpark

Seit fünf Tagen kämpfen die Menschen in Belarus gegen die 26 Jahre andauernde Diktatur in Belarus. Das Lukaschenkoregime hat ausgedient, die Menschen lassen sich ihre Unterdrückung und Ausbeutung nicht länger gefallen. Diesem Aufstand begegnet das Regime mit massiver Polizeigewalt, brutalen Übergriffen und Folter auf der Strasse und in den Knästen. Die Menschen lassen sich nicht einschüchtern, aber sie brauchen auch Solidarität.

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12 Aug

Aufruf zu Solidaritätsaktionen mit dem Aufstand gegen das Lukaschenko-Regime – 14. August

Zum ersten Mal in der Geschichte von Belarus rebellieren Menschen im ganzen Land gegen die Diktatur. Viele Tausende von Demonstrationen finden nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Kleinstädten statt. Die Menschen gehen auf die Straßen und protestieren nicht nur friedlich gegen die Autorität, sondern kämpfen gegen den Staatsapparat – sie helfen Freund:innen und Mitstreiter:innen und gehen in den Konflikt mit der Polizei.

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04 Aug

Week of solidarity with anarchist prisoners – Animation „Prison letters – support people behind the bars!“

All around the world people are getting locked up because of their political or social struggles. Those people in many cases are left alone inside of the prison system that tries to crash them with all the power it has. However writing letters to the prisoners might be one of those small straws that will be able to pull the person out of repressive apparatus of the state.

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20 Jul

Durchbrich die soziale Isolation – Werde Telefonpatin!

Gefangene zahlen immens hohe Telefonkosten: 0 cent/Minute ins Festnetz und 12 cent/Minute aufs Handy. Sie dürfen nur 10 Nummern speichern und anrufen, nicht angerufen werden. Bei täglichem telefonischen Kontakt belaufen sich die monatlichen Kosten auf bis zu 200 Euro. Unvorstellbar bei den sonst so günstigen Flatrates herkömmlicher Anbieter:innen und der Armut, die Menschen im Knast erwartet. Gerade in Zeiten der verstärkten Isolation durch die Pandemie sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Durch eine monatliche Spende von 5 Euro aufwärts kann die soziale Isolation bereits verringert werden.

Wie das geht?

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02 Jul

Dringender Solidaritätsaufruf für Andreas Krebs!

Andreas Krebs, der in Neapel im Knast ist, muss seit Januar dringend ins Krankenhaus, was ihm aber weiter verweigert wird. Sein Anwalt macht dort Druck und bittet uns aber, auch die deutsche Regierung zu nerven. Deshalb ruft zahlreich in der deutschen Botschaft dort an und fordert medizinische Versorgung für den gefangenen Andreas Krebs! Alles andere ist unterlassene Hilfeleistung.

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30 Jun

Aufruf zur Internationalen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen vom 23. bis 30. August 2020

Ein neues Jahrzehnt hat auf diesem Planeten begonnen. Mit dem Aufstieg rechter Bewegungen und dem langsamen Niedergang der Sozialdemokratie blicken wir für die kommenden Jahre einem intensiven Kampf gegen Staat und Kapitalismus entgegen. Doch schon jetzt sitzen viele Anarchist:innen wegen ihrer Kämpfe in Gefängnissen, von liberalen Menschenrechts-NGOs wegen ihrer „gewalttätigen“ Aktionen nicht beachtet.

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13 Jun

„Fossil Banks – too big to stay“ – Repressionen nach der Bankenblockade Juli 2019

Neben all den (sehr wichtigen) Überlegungen, was die Covid-19 Pandemie für uns politisch bedeutet, hier ein Exkurs zu einem ganz anderen, ebenso wichtigen Thema, wie wir finden:

Dieser Text soll einen groben Überblick darüber geben, was in Bezug auf Repressionen seit den Klima-Aktionstagen „Fossil Banks – too big to stay“ im Juli 2019 in Basel und Zürich (Schweiz) passiert ist.

Seit der Aktion im vergangenen Sommer, nach der es bereits unmittelbar zu Repressalien wie über 48h Gewahrsam, Untersuchungshaft, Einreiseverboten, Abnahme von DNA-Proben u.v.m kam, wurde in Deutschland wenig über die weiteren Entwicklungen berichtet. Wir sehen die Beschäftigung mit staatlicher Repression aber als elementaren Bestandteil von politischem Aktivismus, um handlungsfähig und nachhaltig aktiv zu bleiben. Repression wirkt, wenn sie ohnmächtig macht und zum Schweigen bringt – wir möchten sie hier thematisieren und skandalisieren. Dabei ist es auch wichtig, über konstruierte Nationalgrenzen hinwegzudenken und in unseren Köpfen keine Grenze der Solidarität zu ziehen. Außerdem werden die kommenden Gerichtsverfahren gerade für die Klimagerechtigkeitsbewegung politische Relevanz haben.

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01 Jun

11. Juni: Internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason und allen anarchistischen Langzeit-Gefangenen.

In den letzten 16 Jahren, in denen dieser Tag begangen wurde, hat der 11. Juni Unterstützung und Aktionen, die von inhaftierten Anarchistinnen inspiriert wurden, hervorgebracht – von Lärmdemonstrationen außerhalb der Gefängnisse bis hin zu Briefschreibenächten, von Spendenaktionen bis hin zu Brandstiftung. Diesen Tag zu begehen bedeutet, an Anarchistinnen, die lange Haftstrafen verbüßen, zu erinnern, Unterstützung für sie zu gewinnen und zu Solidaritätsaktionen anzuregen.

Da soziale Kämpfe kommen und gehen, ist dieser Tag eine Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass unsere inhaftierten Genoss*innen nicht vergessen werden. Der 11. Juni ist eine Möglichkeit, den Gedächtnisverlust zu bekämpfen und zu versuchen, ein Langzeitgedächtnis im anarchistischen Raum aufrechtzuerhalten. Der 11. Juni ist ein Tag gegen das Vergessen.

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