19 Jul

R.I.P Taylor – Wut ist unsere Waffe

Inhaltswarnung – Selbstmord, Gefängnis, Gewalt, Selbstverletzung, Missbrauch, Homophobie, Transphobie

Taylor ist tot. Er wurde am Samstag, den 9. Juli, um 22.37 Uhr im Gefängnis für tot erklärt, nachdem er sich den Hals durchgeschnitten hatte. Er sollte eigentlich unter Selbstmordbeobachtung stehen, aber das Gefängnis hat versagt. Wir wurden am Sonntag um 3.30 Uhr vom Gefängnisdirektor informiert. Seine Zelle wurde von der Polizei versiegelt, und wir warten auf die Nachricht von der Autopsie. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir Informationen zu seiner Beerdigung bekannt geben.

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28 Mai

Kein*e wird allein gelassen – Spendensammlung zur Unterstützung inhaftierter Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Belarus

Seit den Protesten 2020 in Belarus sind nun fast zwei Jahre vergangen. Die anarchistische Bewegung, wie alle anderen Aktivist*innen und Journalist*innen, waren mit der größten Repression aller Zeiten konfrontiert. Viele Aktivist*innenen mussten das Land verlassen, andere kamen hinter Gitter. ABC-Belarus setzt seine Aktivitäten fort und braucht mehr denn je eure Unterstützung. Gegenwärtig sind in Belarus etwa 30 Anarchist*innen und Antifaschist*innen inhaftiert, und ihre Zahl steigt weiter.

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26 Apr

Belarusische Anarchist*innen im „Pramen Fall“ verurteilt

Am 22. April wurde das Urteil im sogenannten „Pramen-Fall“ verkündet. Aliaksandr Bialou, Jauhen Rubashka und Artsiom Salavei wurden zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, ein weiterer Artsiom Salavei zu 4,5 Jahren. Die Anklagepunkte sind nicht in vollem Umfang bekannt, da das Verfahren hinter verschlossenen Türen stattfand.

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20 Mrz

Die Zustände in bayrischen Knästen

Gezeichnetes Bild von Jan

Schilderungen vom Solikreis Jamnitzer zur Situation in der JVA Bayreuth

Das Knast scheiße ist, wissen wir nicht erst seit heute. Wir wissen auch, dass die Bedingungen in den Knästen kaum auszuhalten sind und dass Gefängnisse nicht das bewirken, was sie laut Gesetzbüchern sollen. Dennoch ist es immer wieder erschütternd zu hören, wie Gefangene behandelt werden. Den einzigen täglichen Kontakt zur Außenwelt bietet der Blick aus dem Fenster.

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02 Mrz

Gemeinsame Zuganreise zur feministischen Antiknast-Kundgebung am 6.3.2022 in Chemnitz

Kommt mit uns gemeinsam am 6.3.2022 zur feministischen anarchistischen Antiknast-Kundgebung nach Chemnitz!
Es wird eine gemeinsame Zuganreise aus Dresden geben. Bringt eure Freund:innen und Fahnen und Transpis mit zur Kundgebung!

Treffpunkt Dresden:

6.3.2022, 12:30 Uhr
Abfahrt Zug: 12:50
Dresden Hauptbahnhof, Wiener Platz

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08 Feb

Mit der Power durch die Mauer – gegen die soziale Isolation!

Aufruf zur Kundgebung an der Frauen-JVA Chemnitz des anarchistisch feministischen Anti-Knast-Bündnisses – 6. März, 15 Uhr

Am 6. März, zwei Tage vor dem internationalen feministischen Kampftag, werden wir vor der Frauen-JVA Chemnitz demonstrieren. Wir möchten den dort inhaftierten Frauen und Queers zeigen: Ihr seid nicht allein! Wir wissen, dass ihr die Unterdrückung, die Gewalt und die Ausbeutung in unserer Gesellschaft hart zu spüren bekommt. Wir sehen aber auch, wie viele von euch sich wehren, sich für ihre Rechte einsetzen und sich gegenseitig helfen – und wir stehen dabei an eurer Seite.

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30 Dez

Silvester vor dem Knast

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch in diesem Jahr haben vielerorts
Menschen für Freiheit und ein Leben in Würde gekämpft. Wie viele davon
sind jetzt eingesperrt? Egal ob aus Armut, prekären Lebensverhältnissen
oder durch ihren politischen Kampf, kein Mensch gehört hinter Gitter.
Lasst uns den inhaftierten Menschen am 31.12.2021 zeigen, dass sie nicht
alleine sind. In der Jahreszeit, die viele mit ihren Liebsten verbringen
ist die Isolation und Einsamkeit im Knast besonders groß. Kommt mit uns
zum Hammerweg, Gemeinsam durchbrechen wir die Isoltion der grauen
Mauern. Für eine grenzenlose Solidarität!

Wo: JVA Dresden, (Wanderweg Am Robinienhain)
Wann: 17.00 Uhr am 31.12.2021

28 Sep

10 Argumente gegen Knast

Knast bedeutet Isolation, Fremdbestimmung, Armut und Gewalt. Knast ist ein Mittel des Staates, sozialen Problemen zu begegnen. Knast soll strafen, abschrecken und „resozialisieren“, also dich wieder in die Gesellschaft eingliedern. Du hast aber kaum Gelegenheit zur Selbstbestimmung und bist vom Rest der Gesellschaft isoliert. Jede*r Dritte landet nach der Freilassung wieder drin. Knast ist ein gewaltvoller und monotoner Ort. Das autoritäre Strafsystem verstärkt Diskriminierung und wirtschaftliche Ausbeutung. Knäste dienen dadurch nicht dem Abbau von gewaltvollem Verhalten zwischen Menschen, sondern verstärken es.

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21 Sep

Solidaritea – Briefeschreibcafé, 24. September 17 Uhr im Malobeo

Freitag, den 24. September, 17 Uhr im Malobeo, Kamenzerstr. 38

Knast basiert auf dem System der Bestrafung. Das bedeutet, das gesellschaftliche Probleme nicht ausgehandelt, sondern weggesperrt werden. Begriffe wie Resozialisierung werden zu einer Farce, wenn wir uns die Bedingungen in den Knästen anschauen. So ist die soziale Isolation von Freund:innen, Familie und Gesellschaft ein Aspekt des Knastalltags. Es gibt wenige Kommunikationswege und kaum Möglichkeiten, in den Austausch außerhalb der Knastmauern zu treten.

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10 Jun

11. Juni: Internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason & allen anarchistischen Langzeitgefangenen

quelle: june11.noblogs.org, übersetzung abc wien

Gegen ein weiteres Jahr staatlicher Übergriffe, gegen die Einschränkung der Bewegungsfreiheit unter dem Deckmantel der „Sicherheit“, gegen die andauernde brutale Behandlung unserer Freund*innen im Gefängnis, rufen wir zu einer Bekräftigung der Solidarität am 11. Juni 2021 auf: Internationaler Tag der Solidarität mit Marius Mason & allen anarchistischen Langzeitgefangenen. Seit 17 Jahren ist der 11. Juni ein Anlass zum Feiern, zum Trauern und zur Revolte. Es war ein Moment zum Durchatmen, zum Gedenken an die Gefallenen und die in den Käfigen, um uns daran zu erinnern, warum wir der schönen Idee des Anarchismus verbunden bleiben. Durch unsere Briefe, Demonstrationen, Spendensammlungen und solidarischen Angriffe halten wir das Leuchtfeuer für diejenigen am Brennen, die Jahre ihres Lebens für ihre Überzeugung gegeben haben, dass der Staat ein Grauen ist, gegen das wir unser Leben einsetzen müssen.

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