08 Jun

Die politische und soziale Situation in Russland (UPDATE, Vortrag ist am 19.06)

Den Vortrag über die ökonomische und soziale Situation in Russland wird von zwei Anarchist*innen aus Irkutsk (Sibirien) gehalten, die Teil von anarchistischen, tierrechtlerischen und sozialen Initiativen sind. Sie sind außerdem Angeklagte in einem kürzlichen Prozess wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ – welches ein Verbrechen in Russland darstellt.

Da Russland sehr groß ist werden sie generell etwas über die Situation im Land erzählen aber auch besonders auf den sibirischen Teil eingehen.

Du wirst etwas über das post-sowjetische Erbe, die ökonomische Krise in Russland, die Beziehung zwischen dem politischen Regime und der Opposition, der anarchistischen Bewegung und der Repression des Staates lernen.

09 Nov

[Russland] Die Erklärung des Kollektivs Anarchist Black Cross Moscow : der Antifaschist und Anarchist Serebrennikow Oleg braucht Hilfe und Solidarität!

serebrennikovAnarchist Black Cross Moscow ruft auf zur Solidarität und bittet um Hilfe mit dem Antifaschisten und Anarchisten Oleg Serebrennikow. Seit mehr als zehn Jahre ist er aktiver Teil der anarchistischen und antifaschistischen Bewegungen in Russland und in Ischewsk. Lange Zeit arbeitete er mit dem Kollektiv ABC – Moscow zusammen, half Verhafteten und Inhaftierten Antifaschistinnen und Anarchistinnen in Ischewsk, suchte für sie Anwältinnen, informierte die Öffentlichkeit und die Aktivistinnen über die Repressalien ausgelöst durch die Polizei gegen Antifaschistinnen in der Stadt. Er nahm an Solidaritätsaktionen zur Unterstützung der inhaftierten Antifaschistinnen und der sozialen Aktivist*innen aktiv teil. Wegen schwerwiegender gesundheitlicher Probleme, an welchen er seit einem Angriff von Neonazis 2004 leidet, braucht er nun dringend Hilfe. Weiterlesen

08 May

Solidarität als Projektionsfläche

projektionsflaecheFreitag 15. Mai 17 Uhr AZ Conni Rudolf-Leonhard-Straße 39 01097 Dresden

 

Solidarität gehört definitiv zu einem der meist benutzten Wörter im Lexikon einer sich selbst als links begreifenden Szene. Wer hat noch nicht “hoch die internationale Solidarität” auf Demos in Deutschland geschrien? In welchen linken Ort hängen keine Poster mit exotischen Schriftzügen oder Bilder aus weiter Ferne. Exotischen? Und da fängt es schon an. Warum werden einige der Bewegungen “von woanders” attraktiver als die andere und welche Bilder funktionieren besser dafür? Wie werden solche Bilder produziert und welche Rolle spielt dabei die post-koloniale Machtverteilung zwischen Zentren und Peripherien? Was ist mit Schuldgefühlen, Frustrationen, Ängsten oder Inspirationen und Aufregung, vielleicht sogar Begierde? Sind da noch Gender-Strategien im Spiel?

Um diese Fragen zu behandeln, wird sich in dem Vortrag vieler Beispiele aus der Soliarbeit mit “russischen Antifas” angenommen, was heute als etwas aus der Mode gekommen scheint. Dafür bietet der neuste Trend in der deutschen Linken eine schöne Erweiterung für das Thema – Unterstützung der “antifaschistischen Front von Donbass”. Das Thema wird dann prägnant, wenn Vertreter*innen etablierter deutscher linker Organisationen aus rein antifaschistischem Solidaritätsgefühl extreme Rechte in Russland und Ukraine unterstützen. Im Vortrag soll beleuchtet werden wie Staatspropaganda, Geschichtsschreibung und Medienpolitik zusammen kommen und wie man das Wort Антифашизм ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung dauert etwa anderthalb Stunden, anschließend folgt eine Diskussion.