19 Mrz

Soli-Aktion für russische Aktivist*innen in Bielefeld

In Bielefeld organisierten mehrere Aktivist*innen eine Solidaritätsaktion mit den in Russland eingesperrten und gefolterten Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Seit unserem letzten Bericht spitzte sich die Situation weiter zu. Im ganzen Land wurden und werden Menschen verhaftet und in der Haft zum Teil mit Stromschlägen gefoltert. Ein Aktivist vom Evgeniy Karakesh wurde auf der Krim festgenommen. Ihm wird unter anderem der Vertrieb von Terrorpropaganda vorgeworfen. Immer mehr Antifaschist*innen und Anarchist*innen verlassen das Land aus Angst um sich und ihre Angehörigen, da es sowohl von der Polizei als auch von Seiten des russische Geheimdienstes FSB zu Drohungen kam. Das Wahlergebnis von über 70 % für Wladimir Putin lässt erahnen, dass die Repressionen gegen aktive Menschen weiter zunehmen werden. Weiterlesen

06 Mrz

Russland: Aktionswoche 11.-18. März. Solidarisch mit den russischen Anarchist*innen gegen die staatliche Repression

Wir rufen zu einer Aktionswoche ab den 11. März, 2018 auf

Am 18. März wird die nächste Putin- Wahl sein. Der Ritus zur Amtseinführung anlässlich der Wiederwahl wird unter Bedingungen des inländischen Terrorismus und Atomkriegsdrohung stattfinden. Der russische Geheimdienst hat Massen-Repression gegen alle vom Regime Abtrünnigen begonnen und übt beispiellosen Druck auf alle Dissident*innen aus (von der liberalen oppositionellen Bewegung bis zu den AnarchistInnen) Weiterlesen

30 Jan

Repression in Russland – Airsoft. Der „Terrorismusfall“ Pensa

Am 23. Januar 2018 ist in St. Petersburg der Antifaschist Viktor Filinkov verschwunden. Nach zwei Tagen wurde er gefunden. Wie die Pressestelle der St. Petersburger Gerichte vermeldet, wurde Filinkov verhaftet und hat gestanden Teil einer terroristischen Vereinigung, die eine „anarchistische Ideologie teilt“ zu sein. Einen Tag später suchten ihn Mitglieder des ONK, einer Beobachtungskommission zur Einhaltung der Menschenrechte, auf und es stellte sich heraus, dass Filnikov gefoltert wurde. Weiterlesen

12 Jan

19.01: Tag des Erinnerung an Stanislav Markelov and Anastasiya Baburova, getötet von Nazis in Moscow 2009

Vor 9 Jahren wurden der linke Anwalt Stanislav Markelov und die anarchistische Journalistin Anastasiya Baburova von einem maskierten Menschen in der Nähe der Metrostation angefriffen. Der Mann hatte eine Schusswaffe und tötete Markelov auf dem Platz. Anastasiya probierte den Mörder zu stoppen und wurde dabei auch erschossen. Baburova war als Reporterin bei der Zeitung Novaya Gazeta angestellt und war mit Markelov nach einer Pressekonferenz zusammen.

Danach verhafteten russische Polizisten mehrere Menschen in Verbindung mit der nationalistischen Organisation BORN („Боевая Организация Русских Националистов“ – „Kämpfende Organisation Russischer Nationalisten“), die Markelov und Baburova ermordet hatten. Die beiden waren nicht die einzigen Ziele der Nazis. BORN waren auch für die Mord an den Antifaschisten Ilia Dzambariev und Ivan Hutorskoi verantwortlich. Ausserdem war die Gruppe für 4 mehr Morde verantwortlich – insgesamt 8 Menschen. Während der Ermittlungen stelle sich heraus, dass die Gruppe Verbindungen zur russischen Regierung hatte. Weiterlesen

12 Nov

Letzter Angeklagter des „Bolotnaya Square“-Falles flieht aus Russland

In einem Interview mit Current Time TV gab Dmitry Buchenkov, letzter Angeklagter des „Bolotnaya Square“-Falles bekannt, dass er Russland verlassen und in ein Land der Europäischen Union geflohen sei. Dort habe er Asyl beantragt. Buchenkov gab aber nicht bekannt, in welches Land er geflohen ist.

„Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich nicht so bald wieder nach Hause werden zurückkehren können. Ich würde trotzdem nicht sagen, dass es mir leicht fiel, das Land zu verlassen. Denn psychologisch gesehen wollte ich nicht weg“, merkte er an. „Das Regime und das ganze Justizsystem zwangen mich jedoch dazu, diesen Schritt zu ergreifen.“ Er fügte hinzu, dass er derzeit keinen Kontakt zu seiner Familie habe. Auf die Frage, wie es ihm gelungen sei, die russische Grenze zu überwinden, erwiderte Buchenkov, dass er „weder die erste noch die letzte Person gewesen [sei], die das unter diesen Umständen machen [würde]“. Weiterlesen

08 Jun

Die politische und soziale Situation in Russland (UPDATE, Vortrag ist am 19.06)

Den Vortrag über die ökonomische und soziale Situation in Russland wird von zwei Anarchist*innen aus Irkutsk (Sibirien) gehalten, die Teil von anarchistischen, tierrechtlerischen und sozialen Initiativen sind. Sie sind außerdem Angeklagte in einem kürzlichen Prozess wegen „Verletzung religiöser Gefühle“ – welches ein Verbrechen in Russland darstellt.

Da Russland sehr groß ist werden sie generell etwas über die Situation im Land erzählen aber auch besonders auf den sibirischen Teil eingehen.

Du wirst etwas über das post-sowjetische Erbe, die ökonomische Krise in Russland, die Beziehung zwischen dem politischen Regime und der Opposition, der anarchistischen Bewegung und der Repression des Staates lernen.

09 Nov

Die Erklärung des Kollektivs Anarchist Black Cross Moscow : der Antifaschist und Anarchist Serebrennikow Oleg braucht Hilfe und Solidarität!

serebrennikovAnarchist Black Cross Moscow ruft auf zur Solidarität und bittet um Hilfe mit dem Antifaschisten und Anarchisten Oleg Serebrennikow. Seit mehr als zehn Jahre ist er aktiver Teil der anarchistischen und antifaschistischen Bewegungen in Russland und in Ischewsk. Lange Zeit arbeitete er mit dem Kollektiv ABC – Moscow zusammen, half Verhafteten und Inhaftierten Antifaschistinnen und Anarchistinnen in Ischewsk, suchte für sie Anwältinnen, informierte die Öffentlichkeit und die Aktivistinnen über die Repressalien ausgelöst durch die Polizei gegen Antifaschistinnen in der Stadt. Er nahm an Solidaritätsaktionen zur Unterstützung der inhaftierten Antifaschistinnen und der sozialen Aktivist*innen aktiv teil. Wegen schwerwiegender gesundheitlicher Probleme, an welchen er seit einem Angriff von Neonazis 2004 leidet, braucht er nun dringend Hilfe. Weiterlesen

08 Mai

Solidarität als Projektionsfläche

projektionsflaecheFreitag 15. Mai 17 Uhr AZ Conni Rudolf-Leonhard-Straße 39 01097 Dresden

 

Solidarität gehört definitiv zu einem der meist benutzten Wörter im Lexikon einer sich selbst als links begreifenden Szene. Wer hat noch nicht “hoch die internationale Solidarität” auf Demos in Deutschland geschrien? In welchen linken Ort hängen keine Poster mit exotischen Schriftzügen oder Bilder aus weiter Ferne. Exotischen? Und da fängt es schon an. Warum werden einige der Bewegungen “von woanders” attraktiver als die andere und welche Bilder funktionieren besser dafür? Wie werden solche Bilder produziert und welche Rolle spielt dabei die post-koloniale Machtverteilung zwischen Zentren und Peripherien? Was ist mit Schuldgefühlen, Frustrationen, Ängsten oder Inspirationen und Aufregung, vielleicht sogar Begierde? Sind da noch Gender-Strategien im Spiel?

Um diese Fragen zu behandeln, wird sich in dem Vortrag vieler Beispiele aus der Soliarbeit mit “russischen Antifas” angenommen, was heute als etwas aus der Mode gekommen scheint. Dafür bietet der neuste Trend in der deutschen Linken eine schöne Erweiterung für das Thema – Unterstützung der “antifaschistischen Front von Donbass”. Das Thema wird dann prägnant, wenn Vertreter*innen etablierter deutscher linker Organisationen aus rein antifaschistischem Solidaritätsgefühl extreme Rechte in Russland und Ukraine unterstützen. Im Vortrag soll beleuchtet werden wie Staatspropaganda, Geschichtsschreibung und Medienpolitik zusammen kommen und wie man das Wort Антифашизм ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung dauert etwa anderthalb Stunden, anschließend folgt eine Diskussion.