06 Jun

„Knäste abschaffen!? – Vortrag und Lesung mit einer knast-erfahrenen Tortenwerferin“

Mittwoch, 13.06.2018 19 Uhr im Hole of Fame

„Eine Gesellschaft verroht viel mehr durch die gewohnheitsmäßige Anwendung von Strafen als durch das gelegentliche Vorkommen von Verbrechen.“

Es ist leicht sich eine Welt ohne Atomtransporte und Nazis vor zu stellen, aber ohne Knäste und Strafe – so glauben viele – brechen Chaos und Lynchjustiz aus. Denn Knäste beschützen uns vor den schweren Gewaltverbrecher*innen. Dafür, dass das nicht so ganz stimmen kann, ist Julia Pie ein gutes Beispiel. Die Aktivistin saß im Februar 2018 im Knast, weil sie sich weigerte für den Tortenwurf auf Beatrix von Storch im November 2016 eine Geldstrafe zu zahlen. In ihrem Vortrag möchte sie mit solchen und anderen Knast-Mythen aufräumen. Weiterlesen

10 Mai

Vortrag „The failure of Non-Violence“ von Peter Gelderloos

In the years since the end of the Cold War many new social movements have started peacefully, only to adopt a diversity of tactics as they grew in strength and collective experiences. The last ten years have revealed more clearly than ever the role of nonviolence. Propped up by the media, funded by the government, and managed by NGOs, nonviolent campaigns around the world have helped oppressive regimes change their masks, and have helped police to limit the growth of rebellious social movements. Repeatedly losing the debate within the movements themselves, proponents of nonviolence have increasingly turned to the mainstream media and to government and institutional funding to drown out critical voices. The Failure of Nonviolence examines most of the major social upheavals following the Cold War to reveal the limits of nonviolence and uncover what a diverse, unruly, non-pacified movement can accomplish. Critical of how a diversity of tactics has functioned so far, this book discusses how movements for social change can win ground and open the spaces necessary to plant the seeds of a new world. Weiterlesen

14 Apr

Solidarität mit der ZAD in Notre-Dame-des-Landes

Seit Montag (9.4.) versuchen 2500 Polizist*innen die Bewohner*innen der seit 2009 besetzten „Zone a Defendre“ (ZAD) in Notre-Dame-des-Landes gewaltsam zu räumen. Bis heute kam es dabei zu mindestens 100 verletzten, davon einige schwer. Wie auf diversen Videos zu sehen, schießt die französische Polizei ohne Rücksicht auf Verluste Schockgranaten in von Tränengas vernebelte gebiete. Die Zerstörung der Häuser schreitet weiter voran, obwohl die Regierung am Donnerstag verkündete die Aktion zu beenden. Weiterlesen

30 Mrz

Vortrag zur Zensur von Indymedia linksunten

Vortrag und Diskussion

am 19. April um 18:30 Uhr

im Seminarraum von Coloradio im Zentralwerk, Riesaerstr. 32

Im August 2017 wurde Indymedia linksunten vom Bundesinnenministerium verboten. Um das Presserecht auszuhebeln, nutzte das Innenministerium das Vereinsrecht. Kurzerhand erklärten sie einige ihnen bekannte Freiburger Autonome zu Mitgliedern eines Vereins „Indymedia linksunten” und das Autonome Zentrum KTS Freiburg zum „Vereinsheim“. Das bei den Durchsuchungen aufgefundene Geld wurde als „Vereinsvermögen“ deklariert und beschlagnahmt. Einschließlich der beschlagnahmten Technik beläuft sich der materielle Schaden auf etwa 80.000 Euro. Weiterlesen

19 Mrz

Soli-Aktion für russische Aktivist*innen in Bielefeld

In Bielefeld organisierten mehrere Aktivist*innen eine Solidaritätsaktion mit den in Russland eingesperrten und gefolterten Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Seit unserem letzten Bericht spitzte sich die Situation weiter zu. Im ganzen Land wurden und werden Menschen verhaftet und in der Haft zum Teil mit Stromschlägen gefoltert. Ein Aktivist vom Evgeniy Karakesh wurde auf der Krim festgenommen. Ihm wird unter anderem der Vertrieb von Terrorpropaganda vorgeworfen. Immer mehr Antifaschist*innen und Anarchist*innen verlassen das Land aus Angst um sich und ihre Angehörigen, da es sowohl von der Polizei als auch von Seiten des russische Geheimdienstes FSB zu Drohungen kam. Das Wahlergebnis von über 70 % für Wladimir Putin lässt erahnen, dass die Repressionen gegen aktive Menschen weiter zunehmen werden. Weiterlesen

16 Mrz

Bericht von der zweiten Frauenkampftags-Demonstration in Solidarität mit den Gefangenen-Gewerkschafterinnen in der JVA Chemnitz

Anlässlich des Frauenkampftags, dem 8. März, sind am Sonntag, dem 11. März 2018, um die 250 Leute aus verschiedenen Städten und von verschiedenen Gruppen und Organisationen dem Aufruf der Solidaritätsgruppen der Gefangenen-Gewerkschaft gefolgt und zur Frauen-JVA Chemnitz gezogen. Die Demonstration war ein starkes Zeichen der Solidarität zwischen drinnen und draußen, zwischen Basisgewerkschaften, anarchistischen Gruppen und feministischer Bewegung, welches auch der spätere Angriff der Polizei nicht schmälern konnte.

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06 Mrz

Russland: Aktionswoche 11.-18. März. Solidarisch mit den russischen Anarchist*innen gegen die staatliche Repression

Wir rufen zu einer Aktionswoche ab den 11. März, 2018 auf

Am 18. März wird die nächste Putin- Wahl sein. Der Ritus zur Amtseinführung anlässlich der Wiederwahl wird unter Bedingungen des inländischen Terrorismus und Atomkriegsdrohung stattfinden. Der russische Geheimdienst hat Massen-Repression gegen alle vom Regime Abtrünnigen begonnen und übt beispiellosen Druck auf alle Dissident*innen aus (von der liberalen oppositionellen Bewegung bis zu den AnarchistInnen) Weiterlesen

04 Mrz

Granaten, Folter, Entführungen – der Geheimdienst FSB greift Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland an

Im Oktober wurden in Penza (Russland) mehrere Menschen, die mit der anarchistischen Bewegung in Verbindung gebracht wurden, unter dem Vorwurf der Bildung einer terroristischen Organisation zum Sturz von Putins Regime verhaftet. Nach der Folter durch Elektroschocker und anderen Methoden gaben alle bis auf eine Person ihre Schuld zu. Dies kam erst im Januar ans Licht, als mehrere Personen, die mit der anarchistischen und antifaschistischen Bewegung verbunden waren, in Petersburg verschwanden. Weiterlesen

27 Feb

15. März – Tag gegen Polizeigewalt

Seit 1997 rufen Gruppen international zu Aktionen zum Tag gegen Polizeigewalt auf (15. März). Und jährlich kommt das Problem wieder und wieder. Um auf das Thema zu fokussieren und mehr Aufmerksamkeit darauf zu lenken, rufen wir ebenfalls dieses Jahr zu Aktionen auf.

Der internationale Tag gegen Polizeibrutalität wurde 1997 auf Initiative der C.O.B.P. (Montréal/Kanada) und der anarchistischen Gruppe „Black Flag“ (Schweiz) initiiert. Das Datum erinnert an den brutalen Übergriff der Schweizer Polizei am 15. März 1996 auf zwei Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren. Seitdem gehen am 15. März jährlich weltweit Menschen auf die Straße, um der Toten zu gedenken und sich gegen Polizeigewalt zu wehren. Weiterlesen

30 Jan

Repression in Russland – Airsoft. Der „Terrorismusfall“ Pensa

Am 23. Januar 2018 ist in St. Petersburg der Antifaschist Viktor Filinkov verschwunden. Nach zwei Tagen wurde er gefunden. Wie die Pressestelle der St. Petersburger Gerichte vermeldet, wurde Filinkov verhaftet und hat gestanden Teil einer terroristischen Vereinigung, die eine „anarchistische Ideologie teilt“ zu sein. Einen Tag später suchten ihn Mitglieder des ONK, einer Beobachtungskommission zur Einhaltung der Menschenrechte, auf und es stellte sich heraus, dass Filnikov gefoltert wurde. Weiterlesen