03 Apr

Aktuelle Proteste und Repression in Belarus

Februar und März diesen Jahres sind gekennzeichnet durch die größten Proteste in der jüngeren Geschichte Belarus. Tausende von Menschen protestierten nicht nur gegen das berüchtigte Arbeitslosen-Steuer-Gesetz sondern auch gegen die Diktatur unter Lukaschenko. In Städten überall in Belarus organisierten Menschen lokale Versammlungen und planen weitere Schritte. Anarchist*innen spielten eine wichtige Rolle in diesen Protesten in verschiedenen Orten. Der Staat reagierte darauf – hunderte von Menschen wurden festgenommen und zu kurzen Gefängnisstrafen von 10 bis 15 Tagen verurteilt, mehrere wurden angeklagt wegen der Planung von Riots.

An diesem Abend wird es einen Vortrag über Belarus geben, die aktuelle Situation und die politischen Kämpfe im Land. Nach dem Vortrag gibt es die Möglichkeit eigene Fragen zur Situation zu stellen. Wir möchten auch Geld sammeln für die Menschen betroffen von Repression – für Strafen, Pakete für die Inhaftierten und Unterstützung falls Menschen ihre Jobs verlieren oder kein Gehalt bekommen während der zeit im Knast. Der Vortrag wird in Englisch gehalten, wenn Bedarf besteht gibt es eine Übersetzung ins Deutsche.

Samstag 08.04.2017 17:00 – 19:00 Malobeo, Kamenzer Straße 38

28 Nov

Wahrnehmung von und Propaganda ferner Kämpfe am Beispiel des Ukraine-Konflikts

08. Dezember 2016 | 17 Uhr | malobeo, alternatives cafe & anarchistische bibliothek Kamenzer Straße 38

Filme und Diskussion

Wenn Menschen ohne persönliche Verbindungen in die Gegend von Kämpfen weiter weg erfahren, müssen sie sich normalerweise auf die Medien und die Wahrnungen politischer Gruppen von Außerhalb verlassen. In der Rezeption der uns zur Verfügung stehenden Quellen versuchen wir oft, uns eine „objektive“ Perspektive einzunehmen und vergessen, dass wir die Dinge durch den Filter unseres politischen Schemas sehen. Wir hören auf etablierte „Experten_innen“ und sehen die Vorurteile nicht, die aus unseren kolonialistischen/imperialistischen Blickwinkeln ergeben.

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15 Aug

Anarchismus nach Fidel und Pinochet

Graffiti mit einem Vogel

25. August 2016 | 19 Uhr | AZ Conni, Rudolf-Leonhard Str. 39

Vortrag und Diskussion:

Mario ist kubanischer Historiker und Anarchist, Mitglied des anarchistischen Kollektivs Taller Libertario Alfredo López (TLAL), des Netzwerkes Observatorio Crítico und Mitbegründer der Anarchistischen Föderation in Mittelamerika und der Karibik (FACC). Cristian ist chilenischer Anthropologe und Mitglied der Gruppe “Acracia”, die Teil der Lokalen Anarchistischen Förderation von Valdivia (FALV) ist.

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09 Jun

Prisoner Soli Dinner

  1. Juni 2016 19 Uhr DIY Eckladen, Rudolfstrasse 01097

In der Lausitz wurde im März ein Stück Wald besetzt um gegen den Braunkohleabbau in der Region zu protestieren. Das Projekt LAUtonomia wurde mittlerweile geräumt. Im Rahmen der Räumung und im Kontext der Massenproteste von Ende Gelände im Mai wurden Aktivist*innen festgenommen. Drei befinden sich immernoch in Haft. Ein Mensch muss wegen dem Verstoß von Bewährungsauflagen nun zwei Jahre im Knast absitzen. Weiterlesen

17 Apr

Griechischer ‎Militarismus im Zeitalter von Syriza

banner Dienstag 26 April 19:00 Hole of Fame Königsbrücker Str. 39

Wie wichtig ist die Armee für den Staat, sowohl für innenpolitische als auch aussenpolitische Fragen? Hat der griechische Staat geostrategische Interessen? Hat der griechische Staat expansions Pläne und Strategien? Wie alt und stabil sind solche Strategien und ändern sie sich jedes mal wenn sich die Regierung ändert? Beispiele des griechischen Militarismus im Zeitalter Syrizas. Beleuchtet wird zum Beispiel Griechenlands Rolle im Syrienkrieg und die Beteiligung der griechischen Armee in Abschiebehaftanstalten. Weiterlesen

03 Apr

Anarchismus in Chile

banner Saturday, 9 April 2016 16:00 Uhr AZ Conni Rudolf-Leonhard Str. 39 01097 Dresden

Anarchistische Ideen finden sich heute in verschiedenen Teilen sozialer Kämpfe. Sogar Menschen die sich selbst nicht als Anarchist*innen bezeichnen nutzen Praxen und Kämpfe für klar anarchistische Ziele. Historisch finden sich anarchistische Ideen seit dem 19 Jahrhundert in Chile und bringen seit dem die Idee absoluter Freiheit in verschiedene Teile der Gesellschaft.

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18 Jan

Veranstaltung zum Trans* Prisoner Day of Action and Solidarity

69-20-comments-transprisonFreitag 22. Januar 2016 19:00 – 22 Uhr Infocafe im AZ Conni Rudolf-Leonhard Str. 39 01097 Dresden

 

Am 22. Januar 2016 wird es den ersten Trans Prisoner Day of Action geben: ein internationaler Aktionstag in Solidarität mit trans Gefangenen, der jährlich statt finden soll.

Wir möchten uns an diesem Aktionstag beteiligen.

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18 Aug

Film/Doku: „If a Tree Falls: A Story of the Earth Liberation Front“

ifatreefallsSonntag 30. August 2015 ab 20:00 Uhr Essen ab 21:00 Uhr Film DIY Eckladen

 

Im Rahmen der Soli-Woche für anarchistische Gefangene

Im März 2001 wurde die Earth Liberation Front ELF bereits als Öko-Terrorismusgruppe beim FBI gelistet. Seit dem begann eine Repressionswelle in den USA und anderen Ländern gegen ELF Aktivistinnen und anderen Umweltgruppen. Dieses Vorgehen wurde mit dem Begriff des Green Scare (Grüner Schrecken) durch Umweltaktivistinnen in den USA etabliert, um auf das Vorgehen der Regierung gegen Umweltaktivist*innen hinzuweisen. Dutzende von Menschen wurden festgenomme und zu Gefägnisstrafen verurteilt, in einem Fall zu 22 Jahren. Die ELF Gerichtsurteile zeigen, dass das Leben eines Menschen weniger wert ist im juristischen System als Wirtschaftsinteressen – die Gefägnisstrafen für die Zerstörung von privatem Eigentum sind höher als für Mord .

Im Film „If a Tree Falls“ zeigt Marshall Curry die Menschen hinter ELF, ihre Motive und politischen Ideen. Er gibt auch einen Einblick, wie das FBI Daniel McGowan und andere ELF-Aktivist*innen 2005 festnahm.

Der Film wird in Englisch mit englischen Untertiteln gezeigt, da es keine deutschen gibt.

17 Aug

Film/Doku: „Sacco and Vanzetti“

saccovanzettiMontag 24. August 2015 21:00 Uhr Martin-Luther-Platz 01099 Dresden

 

Im Rahmen der Soli-Woche für anarchistische Gefangegene

Am 23. August 1927 wurden die italienischen Migranten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti von der amerikanische Regierung hingerichtet. Sie wurden des Mordes an einem Wachmann und einem Zahlmeisters während eines bewaffneten Überfalls auf die Slater-Morrill Schuhfabrik für schuldig befunden. Auf Grund mangelnder Beweise lag der Hauptfokus des Prozesses auf dem italienischen Hintergrund der beiden und ihren politischen Überzeugungen: Sacco und Vanzetti waren Anarchisten und widmeten ihr Leben dem Kampf gegen den Staat. Seit der Gerichtsentscheidung wurden viele Untersuchungen gemacht, die die Unschuld der beiden bewiesen, trotzdem hat die amerikanische Regierung bis heute nicht den politischen Hintergrund der Verurteilung zugegeben.

Der Dokumentarfilm „Sacco und Vanzetti“ beleuchtet neben dem Verfahren auch die politische und soziale Seite des Falls. Der Film gibt uns einen tieferen Einblick in die amerikanische Gesellschaft zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit einem Fokus auf Rassismus gegenüber Migrant*innen, welcher nicht zuletzt eine ernste Frage für das heutige Europa ist.

Im Anschluss können wir über den Film diskutieren. Hier könnt ihr den Trailer ansehen.

14 Jul

Vortrag zum Anarchismus in Mexiko und Briefeschreiben an Gefangene

mexicoDienstag 14 Juli 2015 19:00 Uhr AZ Conni Rudolf-Leonhard-Str. 39 01099 Dresden

 

Die anarchistische Bewegung in Mexico hat eine lange Tradition, von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute. Anarchist_innen waren Teil der mexikanischen Revolution, Begründer_innen der Syndikalistischen Gewerkschaft (CGT Confederación General del Trabajo) und Teil vieler weiterer Aktivitäten, die einen Einfluß auf die Mexikanische Gesellschaft hatten. Heutzutage finden wir anarchistische Einflüße in der EZLN und Communities in Oxaca.

Ein Mensch aus der anarchistischen Bewegung in Mexiko wird zu besuch sein für diesen Vortrag. Sie wird über die Situation im Land sprechen und in welche Kämpfe Anarchist_innen involviert sind. Es wird ein Film gezeigt, der einen genaueren Einblick in soziale Bewegungen in Oxaca gibt. Danach wird es Zeit geben für Fragen und Diskussionen.

Nach dem Vortrag wird es ebenfalls die Möglichkeit geben Briefe zu schreiben an anarchistische Gefangene in der ganzen Welt.

DER VORTRAG WIRD IN ENGLISH SEIN, DEUTSCHE ÜBERSETZUNG NACH BEDARF GESTELLT.