31 Jan

Antifaschist festgenommen im „Terrorismusfall“ Penza – Folter durch SFB

Der folgende Text enthält Details polizeilicher Folter!

Antifaschist Viktor Filinkov, welcher der Teilnahme an einer terroristischen Organisation beschuldigt wird, wurde gefoltert. Dies erfolgt aus den Schlussfolgerung der Public Monitoring Commission von St. Petersburg (Körperkontrolle über die Einhaltung der Menschenrechte in Haftanstalten), die ihn im SIZO-3 (Haftanstalt) besuchte. Das Fazit ist bei den Redakteuren von OVD-Info erhältlich.

Kommissionsmitglieder registrierten zahlreiche Spuren von Verbrennungen von einem Taser im Brustbereich, sowie über die gesamte Oberfläche des rechten Oberschenkels und ein Hämatoms am rechten Knöchel. Weiterlesen

30 Jan

Solidarität mit den Gefangenen in St. Petersburg und Penza

Fundraising für Anwält*innen, die an den aktuellen Fällen von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von Anarchisten und Antifaschisten in St. Petersburg und Penza in Russland arbeiten.

Zur Zeit sind zwei Personen in St. Petersburg und fünf Personen in Pensa verhaftet, weitere sind als Zeug*innen mit dem Fall verbunden. Die Fortsetzung von Razzien und weiteren Repressionen ist durchaus möglich. Alle inhaftierten Menschen sind nach Paragraf 2 Art. 205.4 des russischen Strafgesetzbuches beschuldigt an einer terrorristischen Vereinigungen beteiligt zu sein, auf Antrag des Gerichts von Penza. Weiterlesen

30 Jan

Repression in Russland – Airsoft. Der „Terrorismusfall“ Pensa

Am 23. Januar 2018 ist in St. Petersburg der Antifaschist Viktor Filinkov verschwunden. Nach zwei Tagen wurde er gefunden. Wie die Pressestelle der St. Petersburger Gerichte vermeldet, wurde Filinkov verhaftet und hat gestanden Teil einer terroristischen Vereinigung, die eine „anarchistische Ideologie teilt“ zu sein. Einen Tag später suchten ihn Mitglieder des ONK, einer Beobachtungskommission zur Einhaltung der Menschenrechte, auf und es stellte sich heraus, dass Filnikov gefoltert wurde. Weiterlesen

12 Jan

19.01: Tag des Erinnerung an Stanislav Markelov and Anastasiya Baburova, getötet von Nazis in Moscow 2009

Vor 9 Jahren wurden der linke Anwalt Stanislav Markelov und die anarchistische Journalistin Anastasiya Baburova von einem maskierten Menschen in der Nähe der Metrostation angefriffen. Der Mann hatte eine Schusswaffe und tötete Markelov auf dem Platz. Anastasiya probierte den Mörder zu stoppen und wurde dabei auch erschossen. Baburova war als Reporterin bei der Zeitung Novaya Gazeta angestellt und war mit Markelov nach einer Pressekonferenz zusammen.

Danach verhafteten russische Polizisten mehrere Menschen in Verbindung mit der nationalistischen Organisation BORN („Боевая Организация Русских Националистов“ – „Kämpfende Organisation Russischer Nationalisten“), die Markelov und Baburova ermordet hatten. Die beiden waren nicht die einzigen Ziele der Nazis. BORN waren auch für die Mord an den Antifaschisten Ilia Dzambariev und Ivan Hutorskoi verantwortlich. Ausserdem war die Gruppe für 4 mehr Morde verantwortlich – insgesamt 8 Menschen. Während der Ermittlungen stelle sich heraus, dass die Gruppe Verbindungen zur russischen Regierung hatte. Weiterlesen

10 Jan

Internationaler Tag der Solidarität mit Trans*Menschen im Knast

Montag, 22. Januar 2018, 19 Uhr

Malobeo, Kamenzerstr. 38, 01099 Dresden

Zum nunmehr dritten Mal findet am 22. Januar der internationale Solidaritätstag mit Trans*Menschen im Knast statt.

Knast an sich bringt Menschen Isolation, emotionale Stagnation, Kommunikationsrestriktion jenseits vom gewohnten sozialen Umfeld. Trans*Menschen sind neben diesen Problemen, die Knast an sich bereits mit sich bringt mit vielen weiteren Herausforderungen konfrontiert. Sie haben mit einem hohen Maß an Gewalt zu kämpfen, Mißbrauch und Problemen mit mentaler Gesundheit. Oft werden Menschen Hormone verweigert und sie werden nach einem falschen Geschlecht dem Knast zugeordnet. Weiterlesen

21 Dez

Soli-Dinner gegen Repression

Liebe Freund*innen,

zum Donnerstag, den 4. Januar 2018 laden wir euch herzlich zu unserem Prisoner-Soli-Dinner ins AZ Conni ein. Immer wieder kommt es vor, dass einzelne Personen aufgrund ihrer politischen Aktivität von Repression betroffen sind. Um sie nicht alleine zu lassen, wollen wir einen Abend mit Schmaus und Musik gestalten und die Erlöse den Betroffenen zukommen lassen. Also kommt zahlreich und bringt eure Liebsten mit und das Weihnachtsgeld. 🙂 Weiterlesen

10 Dez

Rest in Peace Ricardo

Unser Freund, Gefährte, Sohn und Bruder Ricardo ist tot. Er wurde nur 31 Jahre alt. So viele Jahre war er ein Teil von uns, so viele Geschichten erlebten wir gemeinsam und jetzt ist er für immer weg. Jeder und Jede von uns, die ihn kannten, weiß, wie streitbar er war und gerade das war es, was ihn ausgemacht hat und was uns gemeinsam geprägt hat.

Es ist schwer von Ricardo in der Vergangenheit zu schreiben, zu sehr fehlt er uns, zu sehr schmerzt der Gedanke, dass es keine zukünftigen Begegnungen mehr geben wird.

Ricardo war konsequenter Antifaschist, Anarchist und ständiger Repression ausgesetzt. Er hat über lange Zeit aktiv in der Roten Hilfe Dresden gearbeitet und wird vielen z.B. durch die Vorträge zum §129 Verfahren oder dem Aufbau des Hausprojekts “Praxis” in Dresden in Erinnerung sein.

Die letzten Jahre mußte er außerhalb dieses Landes verbringen. Die Familie und wir wollen ihn wieder nach Hause holen und ihn hier beerdigen. Dazu brauchen wir eure Solidarität.

Konto:

EA Dresden

eadresden@so36.net

BIC: PBNKDEFF

IBAN: DE72 3601 0043 0609 7604 34

Kennwort: Ricardo

09 Dez

Workshop: Hierarchie in anarchistischen Gruppen

Freitag, 15.12.2017 um 20.30Uhr

Unser Alltag ist geprägt von Hierarchie, sei es das Verhältnis zu unseren Arbeitgeber*innen, Lehrer*innen oder Eltern oder auch der erzwungene Konkurenzkampf zwischen Kolleg*innen oder Schüler*innen. Leider setzt sich dies auch immer wieder an den Orten fest, aus denen wir Hierarchie bewusst verbannen wollen, also beispielsweise unseren anarchistischen Gruppen. Weiterlesen