26 Jan

Coronavirus, Solidarität und anarchistischer Kampf

In dieser Zeit der Krise finden wir es wichtig, uns als Kollektiv in den Debatten um den Kampf gegen das Coronavirus zu positionieren und die staatlichen Maßnahmen zu kritisieren, die wir als repressiv und gesellschaftsschädigend empfinden. Aber gleich zu Beginn – wir werden nicht über Verschwörungstheorien sprechen. Wir wissen, dass COVID-19 real ist und eine Gefahr nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gesellschaft darstellt. Nach zwei Jahren Pandemie gibt es nur wenige Menschen auf diesem Planeten, die nicht mit dem Coronavirus in Berührung gekommen sind: entweder durch Verwandte/Freunde/Kollegen, die infiziert waren, oder viele haben sich selbst angesteckt. Angesichts der Tatsache, dass das Coronavirus mindestens 5,5 Millionen Menschen getötet hat, können wir uns die Diskussion darüber sparen, ob es gefährlicher ist als die Grippe.

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25 Jan

Solidaritea – Briefeschreibcafé – Freitag, 28.01.22 17 Uhr, Malobeo

Solidaritea, Freitag, 28.01.22, 17 Uhr im Malobeo, Kamenzerstr. 38, 01099 Dresden

Knast basiert auf dem System der Bestrafung. Das bedeutet, dass soziale Probleme nicht verhandelt, sondern weggesperrt werden. Begriffe wie Resozialisierung werden zur Farce, wenn wir uns die Bedingungen in den Gefängnissen ansehen. Die soziale Isolation von Freund*innen, Familie und Gesellschaft ist ein Aspekt des Gefängnisalltags. Es gibt wenige Kommunikationskanäle und kaum Möglichkeiten, außerhalb der Gefängnismauern in Austausch zu treten.

Hinzu kommt die Pandemie, die seit März 2020 die soziale Isolation noch verstärkt. Besuche sind eingeschränkt, teilweise nur hinter Trennwänden und mit Maske möglich, Telefonieren ist unglaublich teuer und digitale Kommunikationsmöglichkeiten wie Skypegespräche nur eingeschränkt möglich.

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30 Dez

Silvester vor dem Knast

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Auch in diesem Jahr haben vielerorts
Menschen für Freiheit und ein Leben in Würde gekämpft. Wie viele davon
sind jetzt eingesperrt? Egal ob aus Armut, prekären Lebensverhältnissen
oder durch ihren politischen Kampf, kein Mensch gehört hinter Gitter.
Lasst uns den inhaftierten Menschen am 31.12.2021 zeigen, dass sie nicht
alleine sind. In der Jahreszeit, die viele mit ihren Liebsten verbringen
ist die Isolation und Einsamkeit im Knast besonders groß. Kommt mit uns
zum Hammerweg, Gemeinsam durchbrechen wir die Isoltion der grauen
Mauern. Für eine grenzenlose Solidarität!

Wo: JVA Dresden, (Wanderweg Am Robinienhain)
Wann: 17.00 Uhr am 31.12.2021

14 Dez

Demo in Gedenken an Oury Jalloh

Gemeinsame Zuganreise am 7. Januar 2022

Oury Jalloh wurde am 7. Januar 2005 an Händen und Füßen gefesselt in einer Gewahrsamszelle der Dessauer Polizei verbrannt. Erst im Herbst letzten Jahres entschied das Oberlandesgericht in Naumburg den Fall Oury Jalloh endgültig einzustellen und das obwohl ihnen ein weiterer forensischer Bericht vorlag, der zweifelsfrei zeigt, dass Oury Jalloh bereits vor dem Brand in seiner Zelle schwere Knochenbrüche und lebensgefährliche Verletzungen elitten hatte. Dies reiht sich ein in eine lange Liste von Ungeheuerlichkeiten, die das Ausmaß des strukturellen Rassismus in Deutschland aufzeigen. Polizei, Justiz und Politik verweigern die Aufklärung und erklären seit Beginn der Ermittlungen, dass Oury Jalloh sich selbst angezündet habe!

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07 Dez

Solidarität braucht Vertrauen – Gedanken zum Outcall Domhöver vom ABC Dresden

In diversen Texten [2,3,4] wird derzeit der Outcall von Johannes Domhöver (folgend JD) besprochen. Auch wir wollen uns  zu diesem Thema äußern. Wir haben vor einigen Wochen zufällig im Internet erfahren, dass es schwere Vorwürfe der (sexualisierten) Gewalt und Vergewaltigung [1] gegen JD gibt, der derzeit im §129 Verfahren Antifa-Ost dafür angeklagt wird, Teil einer kriminellen Vereinigung zu sein.

Wenn wir im folgenden Text von Vorwürfen gegen ihn sprechen, meinen wir nicht die Vorwürfe der Bullen, sondern den Vorwurf der (sexualisierten) Gewalt und Vergewaltigung.

Wir möchten der/den Betroffenen unsere Solidarität ausdrücken. Wir finden es unglaublich wichtig und extrem mutig, trotz der im Outcall beschriebenen [1] Drohungen, mit dem Thema an die Öffentlichkeit zu gehen. Wir hoffen, dass die Betroffene(n) auf ein fürsorgliches und offenes Umfeld treffen, welches sie bei der Heilung unterstützt. Gleichzeitig sind wir wütend und entsetzt, dass das gewaltvolle Verhalten von JD so lange Teil einer Szene sein konnte, welche für Menschenrechte einsteht.

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01 Dez

Anarchistischer Podcast Übertage – Sendungen zum Thema Knast, Solidarität und Kriminalität

Seit 10 Monaten gibt es jetzt den anarchistischen Podcast Übertage aus Dortmund. Ein tolles Medium mit interessanten Beiträgen zu unterschiedlichsten politischen Themen, anarchistischen Basics aber auch weiterführende Diskussionen und der Vorstellung von lokalen Projekten.

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26 Nov

ABC-Belarus braucht dringend eure Unterstützung!

Belarus bleibt in den Medien und wie so oft mit negativen Schlagzeilen. Lukaschenko macht den Erdogan und versucht mit geflüchteten Menschen Druck auf die EU auszuüben. In dieser Auseinandersetzung zeigt auch die EU wie undemokratisch und unmenschlich sie ist und die Menschen sterben an der Grenze.
Vergessen scheint der Aufstand von 2020 gegen den Diktator und die vielen Menschen die in Belarus nach wievor Repression ausgesetzt sind und im Knast sitzen. Und obwohl alle politischen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zerschlagen sind und sehr viele aktive Menschen das Land verlassen mussten aus Angst vor repression, gibt es noch mutige Menschen im Land, die Antirepressionsarbeit leisten und Gefangene unterstützen. Dazu gehört auch das ABC-Belarus, das seit über 10 Jahren Antifaschist*innen, Anarchist*innen und andere politische Gefangene in ihrem Kampf gegen die Diktatur von Alexander Lukaschenko unterstützt. ABC-Belarus raucht dringend eure finanzielle Unterstützung.

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14 Nov

Bericht von der Demonstration für eine Gesellschaft ohne Gefängnisse

Am 13.11.2021 fand um 15 Uhr eine Kundgebung unter dem Motto „Für eine Gesellschaft ohne Knäste“ vor der Abschiebungshaftanstalt auf der Hamburger Straße 15 in Dresden statt. Am Abschiebeknast hatten wir Blickkontakt mit mehreren inhaftierten Menschen. Die Abschiebehaftkontaktgruppe berichtete von der derzeitigen Abschiebepraxis in Sachsen, der Situation in der Anstalt in Dresden und gab Einblicke in die Tätigkeit der Kontaktgruppe. Wir erfuhren von den entwürdigenden und unmenschlichen Zuständen hinter den grauen Mauern, von Menschen die ohne eine Strafttat begangen zu haben eingesprerrt, ihrer Rechte beraubt und teilweise misshandelt werden. Obwohl die Menschen in Abschiebehaft Anspruch auf Beratungstermine haben, wird ihnen der Zugang durch fehlende Informationen verbaut. Im Rahmen der Kundgebung wurde deshalb die Telefonnummer der Kontaktgruppe auf einem Transpi hochgehalten. Um den Menschen einen Lichtblick und eine Abwechslung zu gönnen gab es immer wieder Musik und als schönen Abschluss eine Feuershow. https://www.abschiebehaftkontaktgruppe.de/

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26 Okt

[UK] Anarchistischer Gefangener Toby Shone verurteilt

Der anarchistische Gefangene Toby Shone wurde am 13. Oktober 2021 vor dem Bristol Crown Court wegen 8 Drogendelikten zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt, nachdem die Anklage wegen Terrorismus fallen gelassen wurde. Er hat bereits 8 Monate dieser Strafe in Untersuchungshaft verbracht.

Bei den „Drogen“ handelte es sich um Psychedelika und Heilpflanzen (LSD, DMT, Cannabis, THC-Öl, MDMA und Magic Mushrooms), die in zwei der vier Objekte gefunden wurden, die am 18. November 2020 von Anti-Terror-Bullen im Südwesten des Vereinigten Königreichs auf der Suche nach dem*der Administrator*in der anarchistischen Website 325.nostate.net durchsucht wurden.

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26 Okt

Antiknastdemo – Für eine Gesellschaft ohne Knäste

Knäste sind keine Lösung für soziale Probleme. Knäste sind ein Mittel der Durchsetzung von Herrschaft und Ausbeutung. Sie sorgen dafür, dass wer unten ist auch unten bleibt. Wir lehnen sie ab und fordern nicht ihre sozialarbeiterische Reform.

Wir demonstrieren am 13.11.2021 in Dresden für die Abschaffung aller Knäste! Treffpunkte: 15 Uhr am Abschiebeknast Hamburgerstraße, 17 Uhr an der JVA Dresden Hammerweg

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