16 Dez

„Sie drohten mit Vergewaltigung, sagten, sie würden mich zur Gestapo oder in den Wald bringen“.

Achtung: Polizeigewalt und Folter

Mikalai Dziadok Geschichte, von Radio Svaboda.

Am 12. November berichtete das Innenministerium über die Verhaftung des anarchistischen Bloggers Mikalai Dziadok. Dann behauptete der Pressedienst des Ministeriums, dass der Verhaftete „aktiv mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet und Geständnisse abgibt.“ Gleichzeitig geht aus dem Protokoll, das zusammen mit der Pressemitteilung der Polizei veröffentlicht wurde, hervor, dass Dziadok schwer verprügelt wurde. Nun wird ihm vorgeworfen, Aktionen organisiert zu haben, die die öffentliche Ordnung grob verletzen (Artikel 342 des Strafgesetzbuches). Von der Person, mit der Dziadok in der Untersuchungshaftanstalt in Okrestina sprechen konnte, erfuhr „Mediazona“ die Details der Festnahme des Anarchisten.

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18 Nov

Aufruf zu einer Woche der Solidarität mit Anarchist:innen und Antifaschist:innen in Belarus vom 23. bis 30. November

Anarchist:innen haben immer gegen Tyrannei und Diktatur gekämpft. Unabhängig von der Farbe der Flagge, die vom Autoritarismus über dieser oder jener Ecke des Planeten gehisst wird. Es ist daher nicht überraschend, dass Anarchist:innen aktiv am Aufstand gegen den Diktator Lukaschenko in Belarus beteiligt sind. Von den ersten Tagen an haben wir mit unserer Entschlossenheit und kompromisslosen Haltung gezeigt, dass der Anarchismus eine revolutionäre Bewegung ist, die in der Lage ist, die Welt zu verändern!

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14 Nov

Aktivist:innen kommen und gehen und kommen wieder in den Knast in Belarus

Heute wurde Alexander Belov nach 30 Tagen Haft endlich freigelassen. Er wurde erneut verhaftet, nachdem er bereits 15 Tage verbracht und weitere 15 bekommen hatte. Er war in einem Kurzzeitgefängnis Okrestin in Minsk. Karina G. wurde heute ebenfalls aus dem Gefängnis Schodina entlassen. Sie wurde zusammen mit anderen Aktivist:innen am selben Abend verhaftet, als Alexander erneut verhaftet wurde.

Die anderen Freund:innen verbrachten unglücklicherweise ihre Zeit in Baranowitsche, und obwohl heute die 15 Tage vorbei sind, wurden sie direkt im Gefängnis erneut verhaftet.

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13 Nov

Unterstützt den Aufstand in Belarus – Crowdfunding Kampagne bei FireFund

Anarchist Black Cross Belarus

Seit über drei Monaten kämpfen die Menschen in Belarus gegen das autoritäre Regime.

In 26 Jahren hat Diktator Lukaschenko ein System aufgebaut, das auf die Unterdrückung jeglichen politischen Lebens abzielt. Das Coronavirus und eine Reihe von wirtschaftlichen Problemen haben das Geschehen im Land stark verändert. In wenigen Monaten haben die Menschen gelernt, sich selbst zu organisieren. Die Präsidentschaftswahlen lösten eine Welle des größten Protests in der Geschichte des Landes aus! Aber der Tyrann will seinen Thron nicht aufgeben. Mindestens 5 Menschen wurden getötet (einige starben unter ungeklärten Umständen). Tausende von Menschen wurden Opfer von Polizeigewalt. Mehr als 15.000 wurden festgenommen und in Verwaltungsverfahren verurteilt. Mehr als 500 Strafverfahren sind eingeleitet worden. Mindestens 200 Menschen warten in Untersuchungshaftanstalten auf ihren Prozess (darunter mindestens vier Anarchist:innen und vier Antifaschist:innenen).

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12 Nov

Anarchist Mikalai Diadok wurde in Minsk, Belarus festgenommen

Am 8. November wurde in Beloosjorsk der Anarchist Denis Moroz festgenommen. Er wurde zu 15 Tagen verurteilt.

Heute, am 12. November, wurde der Anarchist Mikalai Diadok festgenommen. Seit Juli waren die Cops auf der Suche nach ihm, weshalb er seit dem im Untergrund lebte. Wie es jetzt zur Verhaftung kam, ist nicht klar.
Den Berichten der Bullen zufolge wird ihm ein schwerer Verstoss gegen die öffentlichen Ordnung (Art. 342) vorgeworfen, durch die Administration seines eigenen Telegrammkanals Mikalai und des anarchistischen Nachrichtenportals Pramen. Das Video der Cops nach seiner Verhaftung zeigt, dass Tränengas oder Pfefferspray gegen ihn eingesetzt wurde und dass sich sein Kiefer nicht gut bewegt. Sein persönlicher Kanal wurde von den Cops übernommen, aber Blogger eröffneten einen neuen Kanal (https://t.me/MDziadok), um den Aktivisten zu unterstützen.

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31 Okt

Vier Anarchisten an der belarusischen Grenze wegen direkter Aktionen festgenommen

Die Anarchisten Dmitrij Dubowski, Ihar Alinewitsch, Sergej Romanow und Dmitrij Rezanowitsch wurden an der belarusischen Grenze festgenommen. In ihren Habseligkeiten wurden Schusswaffen, Munition, Granaten und Pfefferspray gefunden. Alle wurden nach Artikel 289 (Terrorismus) und Artikel 295 (illegaler Waffenhandel) des Strafgesetzbuches angeklagt. Das Strafmaß bei Artikel 289 geht bis zur Todesstrafe.

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26 Okt

Die Ergebnisse der Prozesse gegen die fünf Anarchist:innen in Minsk

Darya M., Genja R., Aljonka Dubovik – 15 Tage, Michael T. – 12 Tage, Ilya Senko – zur Revision geschickt (die Haft endet um 23 Uhr).

Nach den Informationen von ABC Belarus wurden das Auto der fünf in der Nacht vom 23. zum 24. Oktober zunächst von Verkehrspolizisten angehalten. Danach kamen maskierte Personen. Diese brachten das Auto zu einem Polizeirevier in Minsk. Dort begannen die Kreativität der Cops. Alle männlichen Personen wurden mit Schlagstöcken auf die Beine geschlagen und sie mussten sich mit ausgestreckten Händen an die Wand stellen. Die Cops versuchten die Leute zu filmen, was nicht so wirklich geklappt hat.

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25 Okt

Mehr Festnahmen von anarchistischen und antifaschistischen Aktivist:innen in Belarus

Foto: Soliaktion aus Lyon für Belarus

ABC-Belarus veröffentlichte heute folgende Infos:

Am 22. Oktober wurde der Anarchist und Antifaschist Igor Banzer nach Artikel 339 Absatz 1 Strafgesetzt – Hooliganismus mit bis zu 3 Jahren – angeklagt. Bis zur Verhandlung muss er in Haft bleiben.

Am 22. Oktober verurteilte das Gericht des Zentralbezirks in Minsk (Schabunja) die Anarchistin Valery Khotina zu 15 Tagen Haft.

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