19 Mrz

Soli-Aktion für russische Aktivist*innen in Bielefeld

In Bielefeld organisierten mehrere Aktivist*innen eine Solidaritätsaktion mit den in Russland eingesperrten und gefolterten Anarchist*innen und Antifaschist*innen. Seit unserem letzten Bericht spitzte sich die Situation weiter zu. Im ganzen Land wurden und werden Menschen verhaftet und in der Haft zum Teil mit Stromschlägen gefoltert. Ein Aktivist vom Evgeniy Karakesh wurde auf der Krim festgenommen. Ihm wird unter anderem der Vertrieb von Terrorpropaganda vorgeworfen. Immer mehr Antifaschist*innen und Anarchist*innen verlassen das Land aus Angst um sich und ihre Angehörigen, da es sowohl von der Polizei als auch von Seiten des russische Geheimdienstes FSB zu Drohungen kam. Das Wahlergebnis von über 70 % für Wladimir Putin lässt erahnen, dass die Repressionen gegen aktive Menschen weiter zunehmen werden. Weiterlesen

04 Mrz

Granaten, Folter, Entführungen – der Geheimdienst FSB greift Anarchist*innen und Antifaschist*innen in Russland an

Im Oktober wurden in Penza (Russland) mehrere Menschen, die mit der anarchistischen Bewegung in Verbindung gebracht wurden, unter dem Vorwurf der Bildung einer terroristischen Organisation zum Sturz von Putins Regime verhaftet. Nach der Folter durch Elektroschocker und anderen Methoden gaben alle bis auf eine Person ihre Schuld zu. Dies kam erst im Januar ans Licht, als mehrere Personen, die mit der anarchistischen und antifaschistischen Bewegung verbunden waren, in Petersburg verschwanden. Weiterlesen

12 Jan

19.01: Tag des Erinnerung an Stanislav Markelov and Anastasiya Baburova, getötet von Nazis in Moscow 2009

Vor 9 Jahren wurden der linke Anwalt Stanislav Markelov und die anarchistische Journalistin Anastasiya Baburova von einem maskierten Menschen in der Nähe der Metrostation angefriffen. Der Mann hatte eine Schusswaffe und tötete Markelov auf dem Platz. Anastasiya probierte den Mörder zu stoppen und wurde dabei auch erschossen. Baburova war als Reporterin bei der Zeitung Novaya Gazeta angestellt und war mit Markelov nach einer Pressekonferenz zusammen.

Danach verhafteten russische Polizisten mehrere Menschen in Verbindung mit der nationalistischen Organisation BORN („Боевая Организация Русских Националистов“ – „Kämpfende Organisation Russischer Nationalisten“), die Markelov und Baburova ermordet hatten. Die beiden waren nicht die einzigen Ziele der Nazis. BORN waren auch für die Mord an den Antifaschisten Ilia Dzambariev und Ivan Hutorskoi verantwortlich. Ausserdem war die Gruppe für 4 mehr Morde verantwortlich – insgesamt 8 Menschen. Während der Ermittlungen stelle sich heraus, dass die Gruppe Verbindungen zur russischen Regierung hatte. Weiterlesen

24 Okt

Hohe Geldstrafe für Oli und Protest vor dem Landgericht

Am 23.10.2017 fand um 14:00 Uhr Olis Berufungsprozess am Landgericht Dresden statt. Ihm wurde gefährliche Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.

Während einer Rangelei am Rande des Nopegida-Protestes soll Oli am 07.11.2016 mutwillig einen Polizisten mit einem Regenschirm verletzt haben, welchen er wetterbedingt mit sich trug. Hierfür wurde er vom Amtsgericht Dresden zu einer achtmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt. Weiterlesen

20 Jul

Unsere Regenschirme gegen eure Repression – Solidarität mit Oli!

Wir veröffentlichen den Solidaritätsaufruf für Oli, der auf der Unterstützer*innenseite https://www.facebook.com/SolidaritaetmitOli/ gepostet wurde.

Am Montag den 17.07 2017 wurde unser Freund (ein Teilnehmer des Gegenprotests) vom Amtsgericht Dresden zu einer 8-monatigen Haftstrafe verurteilt. Vorgeworfen wurde ihm gefährliche Körperverletzung gegen einen Polizeibeamten. Wir möchten unsere Erfahrungen der Geschehnisse gern mit euch teilen und rufen zur Solidarität mit Oli auf.

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19 Jul

Aufruf zum dritten jährlichen internationalen Solidaritätstag mit antifaschistischen Gefangenen, 25. Juli 2017

Zum bevorstehendem 25. Juli, dem internationalem Solidaritätstag mit antifaschistischen Gefangenen, befinden wir uns im Kampf gegen die Hydra des Faschismus und der rechtsradikalen Ideologie. Zwar hat das Biest in verschiedenen Teilen der Welt andere Gesichter, doch speit es überall dasselbe Gift des Nationalismus und der Bigotterie. Es dämonisiert Geflüchtete und Migrant*innen, schürt Hass auf Muslim*innen, und attackiert LGBTQ und andere Unterdrückte, die für ihre Freiheit und um ihr Leben kämpfen. Weiterlesen

09 Nov

Die Erklärung des Kollektivs Anarchist Black Cross Moscow : der Antifaschist und Anarchist Serebrennikow Oleg braucht Hilfe und Solidarität!

serebrennikovAnarchist Black Cross Moscow ruft auf zur Solidarität und bittet um Hilfe mit dem Antifaschisten und Anarchisten Oleg Serebrennikow. Seit mehr als zehn Jahre ist er aktiver Teil der anarchistischen und antifaschistischen Bewegungen in Russland und in Ischewsk. Lange Zeit arbeitete er mit dem Kollektiv ABC – Moscow zusammen, half Verhafteten und Inhaftierten Antifaschistinnen und Anarchistinnen in Ischewsk, suchte für sie Anwältinnen, informierte die Öffentlichkeit und die Aktivistinnen über die Repressalien ausgelöst durch die Polizei gegen Antifaschistinnen in der Stadt. Er nahm an Solidaritätsaktionen zur Unterstützung der inhaftierten Antifaschistinnen und der sozialen Aktivist*innen aktiv teil. Wegen schwerwiegender gesundheitlicher Probleme, an welchen er seit einem Angriff von Neonazis 2004 leidet, braucht er nun dringend Hilfe. Weiterlesen

08 Mai

Solidarität als Projektionsfläche

projektionsflaecheFreitag 15. Mai 17 Uhr AZ Conni Rudolf-Leonhard-Straße 39 01097 Dresden

 

Solidarität gehört definitiv zu einem der meist benutzten Wörter im Lexikon einer sich selbst als links begreifenden Szene. Wer hat noch nicht “hoch die internationale Solidarität” auf Demos in Deutschland geschrien? In welchen linken Ort hängen keine Poster mit exotischen Schriftzügen oder Bilder aus weiter Ferne. Exotischen? Und da fängt es schon an. Warum werden einige der Bewegungen “von woanders” attraktiver als die andere und welche Bilder funktionieren besser dafür? Wie werden solche Bilder produziert und welche Rolle spielt dabei die post-koloniale Machtverteilung zwischen Zentren und Peripherien? Was ist mit Schuldgefühlen, Frustrationen, Ängsten oder Inspirationen und Aufregung, vielleicht sogar Begierde? Sind da noch Gender-Strategien im Spiel?

Um diese Fragen zu behandeln, wird sich in dem Vortrag vieler Beispiele aus der Soliarbeit mit “russischen Antifas” angenommen, was heute als etwas aus der Mode gekommen scheint. Dafür bietet der neuste Trend in der deutschen Linken eine schöne Erweiterung für das Thema – Unterstützung der “antifaschistischen Front von Donbass”. Das Thema wird dann prägnant, wenn Vertreter*innen etablierter deutscher linker Organisationen aus rein antifaschistischem Solidaritätsgefühl extreme Rechte in Russland und Ukraine unterstützen. Im Vortrag soll beleuchtet werden wie Staatspropaganda, Geschichtsschreibung und Medienpolitik zusammen kommen und wie man das Wort Антифашизм ins Deutsche übersetzt.

Die Veranstaltung dauert etwa anderthalb Stunden, anschließend folgt eine Diskussion.