28 Mai

Solidaritea – Tiere im Repressionsapparat

Solidaritea – jeden letzten Freitag im Monat im Malobeo, Kamenzer Str. 38 ab 17 Uhr

Letzte Woche gab es einen Prozess am Amtsgericht in Dresden wegen dem Vorwurfs der Beleidigung einer berittenen Polizistin. Der Angeklagte soll bei einer Demonstration den Einsatz von Pferden im Polizeidienst als Tierquälerei bezeichnet haben. Die Kritik am Einsetzen von Tieren im Dienst ist eine lange geführte Debatte in der Gesellschaft und sollte vom Recht der freien Meinungsäußerung geschützt sein. Die Beamtin, welche die Aussage zur Anzeige brachte, von den jahrelangen Anschuldigungen der Tierquälerei frustriert, wollte endlich mal einen der Kritiker*innen zur Verantwortung ziehen.

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09 Mai

„Ihr habt Matthias Domaschk ermordet!“

Am 12. April 1981 wird ein junger Mann, 23 Jahre und Oppositioneller, im Untersuchungshaftgefängnis der Staatssicherheit (Stasi) in Gera erhängt aufgefunden. Er war zuvor über zwei Tage in der Gewalt der Polizei und der Stasi gewesen und hatte dabei ein 13-Stunden-Verhör durchmachen müssen. Ob er ermordet wurde oder – so die offizielle Version der Stasi – sich selbst umgebracht hat, ist bis heute ungeklärt. Die Umstände des Todes von Matthias Domaschk sprechen jedoch umso deutlicher davon, wie der autoritäre DDR-Staat unabhängige Bewegung und Opposition von links[1] verfolgen ließ und dabei auch nicht davor zurückschreckte, ganze Existenzen zu zerstören.

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