02 Mai

11. Juni: Tag der internationalen Solidarität mit Marius Mason und anderen anarchistichen Langzeitgefangenen

In den letzten 15 Jahren der 11. Juni ermöglicht Unterstützung und Aktionen, inspiriert bei gefangenen Anarchist_innen – von Solidemos vor Knästen zu Gefangenenschreibwerstätten, von Soliparties zu Brandstiftung.

Von diesen Aktionen abgesehen ist der Tag ein Weg an Anarchist_innen zu erinnern, die Langzeitstrafen absitzen, Gefangenen zu unterstützen und für inspirirende Soliaktionen.

Soziale Kämpfe haben ein auf und ab, dieser Tag ist eine Möglichkeit zu zeigen, dass unsere gefangenen Genoss_innen nicht vergessen sind. Unser Mangel zu erinnern ist zum Teil ein Resultat der Entfremdung einer breiten Kultur durch Technologie gegen die wir kämpfen. Es ist aber auch ein Produkt der Dynamiken in anarchistischen Räumen. Menschen sind ausgebrannt und der Kreis des Vergessen geht weiter.

Der 11. Juni ist ein Weg dieses Vergessen zu bekämpfen, zu versuchen langzeit Erinnerungen in anarchistischen Raeumen aufrecht zu erhalten.

Nicht nur erzeugt dies Unterstützung für Anarchist_innen, die in Knästen eingesperrt sind, es zwingt uns auch dazu zurück in die Vergangenheit zu gucken. Berücksichtigen was vorangegangene Generationen erreicht haben kann uns mit Ideen inspiriren, die wir vergessen haben und uns helfen zu verstehen woher unsere jetzigen Praktiken kommen.

Waehrend diejeningen von uns, die den 11. Juni organisieren, den Fokus auf Gefangene legen, die Langzeitstrafen absitzen, und manchmal darauf aufmerksam machen wie verhältnismäßig lang diese Strafen sind basierend auf den Normen des Rechtssystems in Bezug auf Strafmaß, tun wir das nicht, weil wir kritisieren, dass die Regierung und das Rechstsystem unfair sind. Anstatt für faire Strafen zu mobilisieren, streben wir nach der Abschaffung aller Knäste: sowohl als physische Käfige, die Menschen kindnappen, als auch als die Logik von sozialer Kontrolle wie Überwachungstechnologie, Bewährung und Fussfesseln.

Währen wir diejenigen unterstützen, die die Möglicheiten haben staatliche Gesetze zu nutzen um Genoss_innen so früh wie möglich zu befreien, sind wir verpflichtet die Genoss_innen zu unterstützen, die auf frühzeitige Entlassung warten und die, für die eine frühzeitige Entlassung aus der Haft nicht möglich ist. Wir wollen die Grenzen was diese Verpflichtung beinhalten verschieben. Unsere Betonung auf Langzeitgefangene ist um sicherzustellen, das unsere Genoss_innen weiterhin Unterstuetzung haben als die Zeit vergeht.

Die Person, die am längsten im Mittelpunkt des 11. Juni steht, ist Marius Mason. Marius ist ein Anarchist, Umwelt- und Tierbefreiungsaktivist, der momentan eine 22-jährige Haftstafe absitzt. Er wurde schuldige gesprochen sowohl für eine Beteiligung an Brandstiftung in 1999 auf das Labor der Universität von Michigan, das gentechnische Versuche für Monsanto durchführte, als auch 12 weitere Tatvorwuerfe der Sachbeschädigung. Marius wurde in 2009, während des “Green Scare” eingesperrt, eine Zeit in der die US Regierung hart gegen Umwelt- und Tierbefreiungskämpfe vorging. Bis 2017 Marius war in einem Hochsicherheitsgefängnis eingesperrt, und wurde, durch konstante Fürsprache von Unterstützer_innen, in ein regulares Gefängnis verlegt.

Anfang des Jahres wurde er endlich von Carswell nach Danburry verlegt, wo er nun sehr viel näher zu vielen seiner Freund_innen und Familie ist.

In 2014 Marius outete sich öffentlich als Transgender, begann männliche Pronomen zu benutzen und bekam 2016 Zugang zu hormoneller Behandlung.

Für mehr Infos, besucht die Webseite, die von seinen Unterstützer_innen betreut wird.

Gefangenen Updates:

In September Sean Swain trat in einen Hungerstreik, nachdem die Gefängnisleitung einige seiner Privilegien entzogen hatte, als Resultat einiger seiner verfassten Artikel.

Micheal Kimble war einer der 8 Holman Gefangenen im Juni 2018, die ohne ersichtlichen Kontext von Riot Polizei geschlagen und in Sicherheitszellen gesteckt wurden. Er wurde eventuell aus dem Hochsicherheitstrackt entlassen.

Jeremy Hammond wurde von einem Wachmann attackiert, nachdem er diesen ausversehen anrempelte, wurde in den Hochsicherheitstrackt gesperrt und anschliessend nach FCI Memphis verlegt, ein Knast mit höherem Sicherheitsstatus. Er wurde aus Unikursen geschmissen und von einem Therapieprogramm ausgeschlossen, das seine Strafe um ein Jahr reduziert hätte.

Eric King wurde in den Hochsicherheitstrackt gesperrt, nachdem er sich im August 2018 gegen eine Attacke eines Wachmanns gewehrt hat. Er wurde nach UPS McCreary verlegt, wo seine Kommunikation nach aussen stark eingeschränkt ist. Joaquin Garcia wurde zu 13 Jahren Knast verurteilt für einen Bombenanschlag auf ein Ausbildunglager für Gefängniswachen in Chile. Connor Stevens, einer der Cleveland 4 wird im April 2019 aus dem Knast entlassen. Freddy Fuentevilla, der mit zwei anderen Genoss_innen eine zehnjährige Haftstrafe für Bankraub und Mord an einem Polizisten absaß, wurde im Juli 2018 auf Bewährung aus der Haft entlassen. Lisa, die für mehrer Bankraube in Aachen verurteilt wurde, wurde in den Hochsicherheitstrackt verlegt und Anfang des Jahres zurück in die normal Haftanstalt entlassen.

All Anklagepunkte im J20 Fall in den USA wurden für die restlichen Angeklagten fallengelassen. Das wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung und die koordinierte Arbeit hinter den Kulissen von den Angeklagten und Unterstützer_innen

Die Repression gegen Anarchist_innen besonders in Russland und Italien geht weiter.

Russische Anarchist_innen werden gefoltert und festgenommen aufgrund einer Mitgliedschaft in einer erfundenen Organization namens “Das Netzwerk”.

In Italien der Staat leitet mehrere Operationen um rigoros gegen Anarchist_innen durchzugreifen, diese Operationen beinhaltet unter anderem Operation Scintilla, Renata, Panico und Scripta Manent.

Viele dieser Information wären unzugänglich ohne die Menschen, die konstant anarchistische Gefangene unterstützen.

Danke an all die Unterstützer_innen dort draussen, das Anarchist Black Cross, Greek Imprisoned Fighters Fund und jede_r, der_die die Initative ergreift um gefangene Anarchist_innen zu unterstützen.

19. Juni 2019

Wir rufen Anrachist_innen in der ganzen Welt dazu auf die Initiative zu ergreifen, wie auch immer das aussehen mag. In der Vegangenheit es gab Sachbeschädigungen, Demos, Graffiti, Gefangenenschreibwerkstätten, Parties, Solifundraiser und viel mehr.

Wir werden mehr in den kommenden Monaten posten, um für den 11. Juni vorzubereiten. Wie immer freuen wir uns über Poster, Kunst, Flyer, Gefangenenstatements, Berichte, Bekenner_innenschreiben und alles andere. Check out june11.org für mehr Infos.

june11.org

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