08 Nov

Fall Tjumen. Sechs Anarchisten und Antifaschisten in Tjumen, Jekaterinburg und Surgut inhaftiert

Im September wurde bekannt, dass ein neues Strafverfahren gegen Anarchisten in Russland geführt wird. Sechs Personen wurden in drei Städten im Ural und in Westsibirien unter dem Vorwurf der Organisation und Beteiligung an einer „terroristischen Vereinigung“ festgenommen. Alle Verhafteten vertreten anarchistische und antifaschistische Ansichten. Bislang wurden die Angeklagten nicht für Anschläge gegen das Regime oder deren Vorbereitung angeklagt. Doch allein nach russischem Recht drohen den Angeklagten zwischen 5 und 10 Jahren Gefängnis für die Beteiligung an einer „terroristischen Vereinigung“ und zwischen 15 und 20 Jahren oder lebenslänglich für die Organisation oder dem Anführen einer „terroristischen Vereinigung“. Für die Unterstützung der Gefangenen braucht es enorm viele Ressourcen, weshalb die Unterstützer*innen darum bitten, Geld zu spenden und Informationen zu dem Fall zu verbreiten.

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