22 Nov

Solidaritea, Freitag 25.11.22 im Malobeo

Gemeinsames Briefeschreiben
Tee und Kuchen

Support the Kill the Bill prisoners in UK
Freitag, 25.11.2022 im Malobeo, Kamenzerstr. 38, 01099 Dresden


Im Jahr 2021 hat der Gesetzentwurf über „Polizei, Kriminalität, Strafzumessung und Gerichte“ in Großbritannien landesweit die „kill the bill“ Proteste ausgelöst. Das neue Gesetz wurde unter anderem als Angriff auf das Recht zu protestieren scharf kritisiert.
In Bristol kam es ebenfalls zu Demonstrationen gegen die Polizei und am 21. März 2021 zu Straßenkämpfen.

Was am 21. März geschah, war ein Ausbruch von Wut gegen die Gewalt der Polizei. Die Menge schlug zurück, nachdem Polizeibeamt*innen die Menge mit Schlagstöcken und Schutzschilden angegriffen hatten. Pfefferspray wurde wahllos eingesetzt, Menschen wurden mit Polizeipferden angegriffen. Die Demonstrierenden wehrten sich und nahmen Polizeischilde, Helme und Schlagstöcke an sich, um sich zu verteidigen. Am Ende des Abends wurden mehrere Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt. Die gesamte Erklärung vom ABC Bristol könnt ihr hier lesen (https://bristolabc.org/abc-bds-statement/).

Nach den Ausschreitungen wurden über 78 Personen verhaftet und 28 Personen angeklagt. 15 Leute sind mittlerweile verurteilt im Gefängnis zu Haftenstrafen von 3 bis 14 Jahren.
Wir wollen unsere Solidarität zeigen und Briefe an sie schreiben.

Die soziale Isolation von Freund*innen, Familie und Gesellschaft ist ein Aspekt des Gefängnisalltags. Es gibt wenige Kommunikationskanäle und kaum Möglichkeiten, außerhalb der Gefängnismauern in Austausch zu treten. Seit März 2020 hat Covid die soziale Isolation noch verstärkt.

Das Knastregime ist gewaltvoll und gegenüber politischen Gefangenen oft noch repressiver.

Briefe schreiben ist daher auch im 21. Jahrhundert, wo der Großteil unserer Gesellschaft fast ausschließlich digital kommuniziert eine überlebensnotwendige Möglichkeit des Austauschs. Briefe bringen Abwechslung in den grauen Knastalltag, ermöglichen Gespräche, soziale Interaktion und zeigen das wir unsere Gefährt*innen nicht vergessen haben. Wir geben ihnen Mut sich nicht von dem gewaltvollen Gefängnisalltag unterzukriegen zu lassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert