27 Sep

Solidaritätsfond für inhaftierte und verfolgte Revolutionär*innen in Griechenland braucht finanzielle Unterstützung

FIREFUND KAMPAGNE

Grundlegendes Ziel der Struktur stellt die Absicherung eines würdevollen Lebens für die gefangenen Gefährt*innen durch ein Verfahren der Bewegung dar, das die materielle Dimension der Solidarität einen Schritt über die engen familiären, freundschaftlichen, politischen Beziehungenhinaus bringt, sowie der Beistand zur sofortigen Deckung besonderer Ausgaben (Gerichtskosten und Kaution). Darüber hinaus gehören zu den Prioritäten der Menschen, aus denen die Struktur besteht, die tatsächlichen Solidaritätsbewegungen, die Bildung von Brücken der Kommunikation derer drinnen mit denen draußen und die Entfachung gesellschaftlicher Kämpfe innerhalb und außerhalb der Mauern.

Der Solidaritätsfonds für Gefangene und verfolgte Kämpfer*innen wurde 2010 gegründet, in einer Situation, in der einerseits die harte kapitalistische Neustrukturierung durch die Finanzkrise angeschoben wurde, und sich andererseits die radikale Bewegung mit den jüngsten Erfahrungen des gesellschaftlichen Ausbruchs im Dezember 2008 in seiner Blüte befand. Unter diesen Umständen war die Unterdrückung nochmal heftiger, mit dem Ergebnis eines immer höheren Anstiegs der Zahl politischer Gefangener. In genau diesem Rahmen fand sich der Solidaritätsfonds zusammen, dessen erstes Ziel die konsequente und kontinuierliche Unterstützung derer war, die wegen ihrer subversiven Aktionen oder ihrer Teilnahme an gesellschaftlichen Kämpfen verfolgt oder inhaftiert werden. Grundlegendes Ziel der Struktur stellt die Absicherung eines würdevollen Lebens für die gefangenen Genoss_innen durch ein Verfahren der Bewegung dar, das die materielle Dimension der Solidarität einen Schritt über die engen familiären, freundschaftlichen, politischen Beziehungen hinaus bringt, sowie der Beistand zur sofortigen Deckung besonderer Ausgaben (Gerichtskosten und Kaution). Darüber hinaus gehören zu den Prioritäten der Menschen, aus denen die Struktur besteht, die tatsächlichen Solidaritätsbewegungen, die Bildung von Brücken der Kommunikation derer drinnen mit denen draußen und die Entfachung gesellschaftlicher Kämpfe innerhalb und außerhalb der Mauern.

Von 2010 bis heute versucht der Fonds, eine konsequente und kontinuierliche politische, moralische und materielle Unterstützung für die Sammlung von Geldern aufzubauen, die primär herrührt aus der persönlichen, bewussten Teilnahme jeder*s Einzelnen von uns, aber auch aus Gruppen und Kollektiven, indem diese zur Fortsetzung der praktischen Solidarität beitragen. Dennoch resultiert aus der andauernden staatlichen Unterdrückung eine große Anzahl politischer Gefangener und Gerichtskosten, und im weiteren Sinn der gestiegene materielle Bedarf. Momentan unterstützt der Fonds auf monatlicher Basis 21 Gefangene: Koufontinas Dimitris, Michailidis Giannis, Xiros Savvas, Petrakakos Giorgos, Sakkas Kostas, Stathopoulos Vangelis, Christodoulou Spyros, Mantzouridis Christos, Fotis Daskalas, Iasonas Rodopoulos and the 11 militants from Turkey and Kurdistan (Harika Kızılkaya, Hazal Seçer, Sinan Oktay Özen, Sinan Çam, Ali Ercan Gökoğlu, Burak Ağarmış, Halil Demir, Hasan Kaya, Anıl Sayar, İsmail Zat, Şadi Naci Özpolat). Außerdem versuchen wir in vielen Fällen im Rahmen der Möglichkeiten Gerichtskosten und Kautionen von Genoss_innen zu decken, die aufgrund ihrer politischen Identität, ihrer Aktionen oder sogar wegen verwandtschaftlicher / politischer Beziehungen verfolgt werden, die sie zu inhaftierten Kämpfer_innen haben.

In den vergangenen Jahren erlebten wir aufgrund der Pandemie beispiellose Situationen sowohl als Gesellschaft als auch als politische Bewegungen, aber auch in Bezug auf die Bedingungen in den Gefängnissen und den Prozess der Mittelbeschaffung zur Unterstützung der Gefangenen. Wie zu erwarten war, nutzte der Staat die Ausbreitung von Covid-19 als weiteres Mittel, um neue repressive Maßnahmen durchzusetzen. Es ist uns jedoch gelungen, während dieser Zeit die notwendigen Ressourcen zur Unterstützung der inhaftierten Kameraden und auch zur Deckung verschiedener anfallender Gerichtsgebühren zu sichern. Dazu trugen auch unsere bisherigen erfolgreichen Firefund-Kampagnen bei, die von Menschen weltweit unterstützt wurden. Die Bedürfnisse der Struktur sind jedoch immer konstant, solange es inhaftierte und verfolgte Kameraden gibt.

Jetzt erleben wir die Nachwirkungen der staatlichen Bewältigung der Pandemie und all der neuen Pläne, die er bereits umgesetzt hat – mit katastrophalen Ergebnissen – wie die neue Bildungspolitik (Abschaffung des „Asyls“, repressive Operationen auf dem Campus), die Räumung der Hausbesetzungen, die repressiven Interventionen der Polizei im öffentlichen Raum, wo sie bisher für finanzielle Unterstützungsveranstaltungen genutzt wurden, stehen wir vor neuen Schwierigkeiten hinsichtlich der moralischen, materiellen und politischen Unterstützung von inhaftierten & verfolgten Militanten. Also haben wir beschlossen, noch einmal an Gefährt*innen auf der ganzen Welt zu appellieren, den Zweck der Struktur zu stärken und uns finanziell durch die Firefund-Plattform zu helfen.

Bis zum Abriss des letzten Gefängnis ist keine*r frei!

WIR UNTERSTÜTZEN DIE INHAFTIERTEN MILITANTEN MATERIEL-ETHISCH-POLITISCH
Tameio

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