31 Jan

Antifaschist festgenommen im „Terrorismusfall“ Penza – Folter durch SFB

Der folgende Text enthält Details polizeilicher Folter!

Antifaschist Viktor Filinkov, welcher der Teilnahme an einer terroristischen Organisation beschuldigt wird, wurde gefoltert. Dies erfolgt aus den Schlussfolgerung der Public Monitoring Commission von St. Petersburg (Körperkontrolle über die Einhaltung der Menschenrechte in Haftanstalten), die ihn im SIZO-3 (Haftanstalt) besuchte. Das Fazit ist bei den Redakteuren von OVD-Info erhältlich.

Kommissionsmitglieder registrierten zahlreiche Spuren von Verbrennungen von einem Taser im Brustbereich, sowie über die gesamte Oberfläche des rechten Oberschenkels und ein Hämatoms am rechten Knöchel.> Nach Filinkov, hatte er diese Verletzungen am 24. Januar in einem Auto (blauer Volkswagen) erhalten, in dem er von FSB-Offizieren gezerrt wurde, nachdem er auf dem Flughafen Pulkovo festgehalten wurde. Von dort wurde er in die Polizeidienststelle des Kreises Krasnogvardeysky und dann ins Krankenhaus Nr. 26 gebracht.

Aus dem Krankenhaus wurde Filinkov in den Wald gebracht, wo maskierte Menschen ihn fünf Stunden lang geschlagen haben. Während des Schlagens forderten die FSB-Offiziere von Filinkov ein Geständnis. Nachdem er zugestimmt hatte, zwangen sie ihn, präzise Formulierungen zu lernen. Filinkov wurde angedroht, ihn weiter zu verprügeln, allerdings mit der Ansage, dass „was bisher geschah eine leichte Variante war im Vergleich zu dem was als nächstes kommt“ wenn er ablehnte. Diese Worte des Aktivisten wurden in dem Bericht der Public Monitoring Commission (PMC) erwähnt. Maskierte Cops sagten nur „Stay quiet!“ und „Don’t yell!„.

Filinkov schrieb an das Innenministerium (Polizei) und das FSB, wo er die gelernten „Aussagen“ wiedergab. Wie aus dem Dokument der Kommission hervorgeht, wurde ihm gedroht, wenn er diese Aussagen zurückzieht, wird er in eine Zelle mit tuberkulosekranken Gefangenen gebracht.

Dann wurde Filinkov in ein anderes Auto – Lada Priora – gebracht und an das Regionalbüro des Innenministeriums übergeben. Wie von dem verhafteten Aktivisten erklärt wurde, waren die Menschen maskiert, im Gebäude gut orientiert und diskutierten, dass sie „ihre Gesichter vor den Videokameras schützen müssen„.

Schliesslich wurde er für eine Durchsuchung in seine Wohnung gebracht, in der er mit seinem Nachbarn wohnte. Der Nachbar wurde bedroht mit der Ansage, dass „alles in Ordnung sein wird„, wenn er sagt „was er weiß„. Filinkov hat sehr auffällige rote Handschellen-Markierungen an seinen Händen, so die Aussage der PMC-Mitglieder.

Das Blut wurde von dem geschlagenen Aktivisten mit Schnee und seiner Mütze, der bei ihm verblieb, abgewischt. Mitglieder der PMC druckten die Blutspuren von der Mütze auf ihre Interviewnotizen.

  • Am 23. Januar verschwand Viktor Filinkov auf dem Weg zum Flughafen Pulkovo. Seine Frau vermutete, dass er vom Geheimdienst festgenommen werden könnte. Vor ein paar Monaten dachten sie, sie würden beobachtet.

  • Am 25. Januar verhaftete das Dzerzhinsky District Court of St. Petersburg Filinkov für mindestens zwei Monate. Er wird der Beteiligung an einer terroristischen Organisation verdächtigt (Paragraf 2 Artikel 205.4 des Strafgesetzbuches). Laut den Ermittlungen sind Filinkov und andere unidentifizierte Personen, die die anarchistische Ideologie teilen, teil einer terroristischen Organisation, um terroristische Aktivitäten und Propaganda durchzuführen und Terrorismus zu rechtfertigen und zu unterstützen. Der Ermittlungsbericht sagt, dass der linke Aktivist Geständnisse gemacht hat.

Quelle

Es besteht die Möglichkeit Briefe an Viktor schreiben:

Filinkow Viktor Sergejewitsch, 1994

SIZO-3 ul. Shpalernaya 25, St. Petersburg, 191123 RUSSLAND

Wenn ihr ihn finanziell unterstützen wollt:

Paypal ~ prodavec@protonmail.com ~

Yandex.Money 410014872102895

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.