30 Jan

Solidarität mit den Gefangenen in St. Petersburg und Penza

Fundraising für Anwält*innen, die an den aktuellen Fällen von Hausdurchsuchungen und Verhaftungen von Anarchisten und Antifaschisten in St. Petersburg und Penza in Russland arbeiten.

Zur Zeit sind zwei Personen in St. Petersburg und fünf Personen in Pensa verhaftet, weitere sind als Zeug*innen mit dem Fall verbunden. Die Fortsetzung von Razzien und weiteren Repressionen ist durchaus möglich. Alle inhaftierten Menschen sind nach Paragraf 2 Art. 205.4 des russischen Strafgesetzbuches beschuldigt an einer terrorristischen Vereinigungen beteiligt zu sein, auf Antrag des Gerichts von Penza.

Am 23. Januar auf dem Weg zum Flughafen Pulkovo hat der russische Geheimdienst (FSB) Victor Filinkov festgenommen. Um ein Geständnis zu erhalten, wurde er zusammengeschlagen und mit Elektroschocks im Wald gefoltert. Anzeichen von Folter bestätigten der Anwalt von Filinkov und Mitglieder der Public Monitoring Commission (ONK), die ihn in der Untersuchungshaftanstalt besucht haben. Filinkov ist für mindestens die nächsten zwei Monate in Untersuchungshaft.

Am 25. Januar kam der FSB unerwartet mit einer Razzia in Igor Shishkins Wohnung. Nach der Razzia waren einen Tag lang weder sein Anwalt noch Mitglieder der Public Monitoring Commission in der Lage, Igor zu finden. Am 27. Januar wurde Igor mit Verletzungen zu einer Gerichtssitzung gebracht. Das Gericht entschied das er ebenfalls in Untersuchungshaft genommen wird. Journalist*innen durften nicht an der Anhörung teilnehmen, zwei von ihnen wurden sogar verhaftet.

Auch Zeug*innen wurden gefoltert. Ilya Kapustin wurde verprügelt und mit einem Stromschlag gefoltert, während die Polizei ihn aufforderte, Zeugnis abzulegen, dass einige seiner Bekannten „etwas Gefährliches“ vorhaben. Zahlreiche Spuren des Elektroschockergebrauchs wurden später ärztlich dokumentiert.

Juristische Hilfe ist notwendig für die Gefangenen (deren Zahl sich noch erhöhen kann) und für Zeug*innen. Bisher ist es noch zu früh um über einen konkreten Geldbetrag zu sprechen, aber es werden mindestens 3000 Euro für die Arbeit der Anwält*innen in den nächsten Monaten gebraucht.

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Anarchist Black Cross St. Petersburg

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