18 Uhr Carolaplatz, Dresden
Aufruf von der offenen Versammlung gegen Repression. Demonstration anlässlich der Urteilsverkündung im Majaprozess auf:
Vorraussichtlich am 4. Februar 2026 soll das Gerichtsverfahren gegen Maja in Ungarn enden. Nach 17 Verhandlungstagen und 587 Tagen in Isolationshaft soll hier ein juristisches Urteil gesprochen werden. Dabei ist der Inhalt doch längst klar der ungarische Staat hat Antifaschismus als terroristisch deklariert. Ungarn verbietet und zensiert queere Lebensformen. Der ungarische Staat geht gegen Opposition und kritische Öffentlichkeit mit Demonstrationsverboten vor.
All das wird im Urteil aber nicht zu lesen sein.
Maja wird eine lange Haftstrafe erhalten, dafür dass Maja gegenüber der ungarischen Justiz aufrecht geblieben ist. Dafür, dass Maja jeden Deal ausgeschlagen hat und sich imer wieder erklärt hat. Dafür dass Maja in den Hungerstreik getreten ist, um die eigene Würde und das eigene Leben zu verteidigen. Und auch dafür, dass im Februar 2023 das neonazistische Heldengedenken einen etwas anderen Verlauf genommen hat.
Mit dem Ende des Prozesses geht der Kampf um Majas Freiheit nicht zu Ende, sondern in die nächste Etappe.
Für einen unbequemen Antifaschismus!
Ob am 13. Februar in Dresden oder beim AfD Parteitag in Riese, im Stadtrat, im Kiez, auf der Straße oder im Betrieb: Nazis stoppen wir nicht, in dem wir sie mit Diskussionsangeboten und Kompromissen bezirzen. Nazis müssen wir auch nicht inhaltlich stellen. Neonazistische Ideologie und ihre Vertreter*innen müssen blockiert, sabotiert und in ihrer Arbiet behindert werden wo es nur geht.
Wir stehen für eine Gesellschaft ohne Angst, ohne Konkurrenzdruck und Normen, die uns ständig sagen, wie wir zu sein haben. Ohne mörderische Grenzen und ohne Berge von Reichtum Seite an Seite mit himmelschreiender Armut.
Solidarisch. Antifaschistisch. Unbequem.
